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Digitale Bildaufnahmetechnologien sind das technische Herzstück des virtuellen Museumsprojektes. Über 150 Exponate aus der berühmten Sammlung "Die Karlsruher Türkenbeute" wurden mit Hilfe dieser Techniken für das Internet aufbereitet. |
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Der eigentlichen Bildproduktion gingen zahlreiche Aufnahmetests voraus. Ein Team aus Restauratoren, Technikern und Aufnahmeteams aus Wien und Karlsruhe entwickelten zunächst Trägerkonstruktionen um die empfindlichen Sammlungstücke für die Aufnahmen auf den dafür notwendigen Stativ- und Drehtellersystemen entsprechend montieren zu können. Da diese Stativsysteme über Schrittmotoren automatisch von Computern gesteuert werden, mussten alle Arbeitsschritte mit großer Sorgfalt geplant und ausgeführt werden. |
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In keinem Fall durften die wertvollen Sammlungsobjekte zu Schaden kommen. |
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Das computergesteuerte Drehtellersystem bewegt die darauf installierten Objekte in 15-Grad-Intervallen rund um ihren Achsenmittelpunkt. Während dieser Bewegungen schießen auf zwei Kameraarmen montierte digitale Fotoapparate eine Aufnahme nach der anderen. Anschließend werden diese Aufnahmen - bis zu 360 Stück - mit einer Spezialsoftware zu animierten Fotosequenzen montiert. Die Animationen selbst geben dann in Verbindung mit Java, Flash und Quicktime, dem Internetbenutzer die Möglichkeit, die schönsten Teile der "Türkenbeute" ganz nah von allen Seiten betrachten zu können. |
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Übrigens, auch die auf einem der Drehteller-Arme montierte High-End Digitalkamera wird "vollkommen automatisch" über Computer und Spezialsoftware gesteuert.
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Hier wurde eine Panzerhaube aufgenommen. Der Rig-Arm wird durch die Computersteuerung auf 90 Grad eingestellt. In dieser Position wird der Tisch in 24 Schritten von jeweils 15 Grad einmal gedreht. Bei jedem Schritt wird die Kamera über den Computer ausgelöst. Schritt für Schritt fährt der Rig-Arm in 15 Grad Intervallen nach unten. Bei jedem Intervall wird eine Serie von 24 Bildern aufgenommen.
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Als größte Herausforderung stellte sich letztlich bei den Aufnahmen die richtige Beleuchtung der Exponate heraus. Für die gleichmäßige Ausleuchtung wurde schließlich ein 30 Quadratmeter großes Lichtzelt aufgebaut. Unerwünschte Reflexionen und störende Schatten waren damit ausgeschlossen. |
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Nicht weniger heikel war die notwendige, punktgenaue Positionierung der Aufnahmeobjekte exakt entlang der Mittelachse des Drehtellers. Minimale Positionierungsfehler von nur einem Millimeter reichten bereits aus um die Objektanimationen fehlerhaft erscheinen zu lassen.
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Nach der Aufnahme wird der Bildsatz (in diesem Fall 168 Bilder) von einer Grafikerin digital bearbeitet und zu einem dreidimensionalen Objekt konstruiert.
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Das Resultat wird als eines von vielen interaktiven 3D Objekten im "Virtuellen Museum" dargestellt. |