Karlsruher Türkenbeute - Link zur Homepage
   
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01.09.2003 12:28
Das virtuelle Museum

Eröffnung des „Virtuellen Museums“


Das „Virtuelle Museum – Karlsruher Türkenbeute“ ist eröffnet! Das Pilotprojekt kann vom 21. Mai an unter www.tuerkenbeute.de (oder über www.landesmuseum.de) im Internet besucht werden.

In einer Kooperation zwischen dem Badischen Landesmuseum (BLM) und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe wurde die Website erarbeitet. Mit der Realisierung war „Fox Mediadesign“, Wien (Filmaufnahmen in Zusammenarbeit mit „New York Group“, Karlsruhe) betraut. Die Landesstiftung Baden-Württemberg finanzierte das Projekt 15 Monate lang. Schon seit 27.11.2002 vermittelten die ersten digitalisierten und animierten Objekte im Internet einen Eindruck des Vorhabens, nun können sich die Internet-User durch das fertiggestellte „Virtuelle Museum“ klicken.

Thema der außergewöhnlichen Internet-Inszenierung ist die bedeutende Sammlung der „Karlsruher Türkenbeute“, die im Karlsruher Schloss beheimatet ist und Bestandteil der Zähringer Stiftung ist. Einen Teil der in der Ausstellung präsentierten Schätze brachte Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden aus den Türkenkriegen 1683-1691 mit.

150 Exponate der Sammlung wurden mit verschiedenen, teils sehr aufwändigen Bildaufnahme-Technologien fotografiert, um sie auch interaktiv zugänglich zu machen. Möglich machte dies die rasante Entwicklung digitaler Kameras und der Einsatz computergesteuerter Automatisierungsabläufe. Die Computer steuerten nicht nur die Kameras, die Drehteller- und Stativsysteme während der Aufnahmen, sondern erstellten auch die notwendigen Animationssequenzen und Retouchearbeiten selbst. Für die Digitalisierung der Objekte und die Komprimierung der Daten kam eine neuartige Software zum Einsatz. Das Ergebnis sind animierte, für den User handhabbare Objekte, die gedreht und von allen Seiten betrachtet werden können.

Die Website, die ihren Reiz durch die besondere Kombination von Wort und Bild erhält, stellt ein Novum in der Präsentation von Museumsbeständen dar. Neben den fotobasierten 3D-Animationen der kostbaren Ausstellungsobjekte ermöglichen detaillierte Informationen einen faszinierenden Einblick in die osmanische Kultur. Denn neben dem technischen Potential liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der inhaltlichen Vernetzung der Exponate und der didaktischen Aufbereitung der Inhalte. Das Virtuelle Museum stellt somit ein umfassendes Archiv von Bildern, Filmen, besonders animierten Objekten und Texten mit zusätzlichen inhaltlichen Informationen dar. Durch die Navigation und die Verlinkung werden die Internetbesucher zum ausgiebigen Stöbern eingeladen. Jeder kann sich so Informationen individuell und interaktiv zusammenstellen, in einem „Wissenswarenkorb“ deponieren oder sie in der Rubrik „Mein Museum“ anderen Usern in kommentierter Form vorstellen.

Das Anliegen des Projektes ist es auch, die Interessen unterschiedlicher Zielgruppen zu berücksichtigen. Inhalte in Wort und Bild, Informationen und Texte sind nach Thema, Art und Quantität geordnet und auf verschiedenen Ebenen dargeboten, sodass die jüngere und ältere Generation gleichermaßen angesprochen werden soll wie ein Expertenpublikum und auch interessierte Laien. Ebenso wichtig wie die dokumentarische ist die didaktische Zielsetzung des Projektes. Großer Wert wurde daher auf die Kommunikation gelegt: der Chat, die Foren und eine Newssite ermöglichen den Gedankenaustausch unter mehreren Usern. Besondere Visualisierungs- und Datenbanktechnologien nutzen dabei die Besonderheiten des Internets - nämlich Digitalisierung, Interaktivität, Multimedialität, Vernetzung und die Speicherung von Informationen - optimal aus.

Da die virtuelle Präsentation einen gänzlich anderen Charakter und andere Dimensionen als eine reale Ausstellung besitzt, laden PC-Stationen und Info-Terminals auch in den Ausstellungsräumen des Badischen Landesmuseums zum Besuch des Virtuellen Museums ein. Eine unmittelbare Verknüpfung des realen und virtuellen Raums erlebt der Besucher mit Hilfe kleiner Handcomputer (sog. PDAs), mit denen er vor die Vitrinen treten kann, um z.B. von einem bestimmten Exponat ein Detail genauer zu betrachten und zusätzliche Informationen abzurufen.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Schloss
76131 Karlsruhe

Ursula Richardt
Tel.: 0049-721-926 63 89
Fax: 0049-721-926 68 01
info.richardt@landesmuseum.de
 
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