Kurzbiografie Im Jahr 1481 kam Bayezit II. durch die Intervention der Janitscharen an die Macht und regierte mehr als dreißig Jahre das Osmanische Reich, ohne die aggressive Expansionspolitik seiner Vorgänger fortzusetzen. Seine Politik diente in erster Linie der Reichssicherung. 1512 übergab er die Macht seinem Sohn Selim, der ihn bald darauf vergiften ließ.
Biografie Nach dem Tod seines Vaters Mehmet II. kam es zu einem Wettlauf zwischen dessen Söhnen Cem und Bayezit. Durch die Unterstützung der Janitscharen gelangte Bayezit an die Regierung und sollte sie die nächsten 31 Jahre innehaben. Seine Herrschaft war geprägt durch eine Phase der Konsolidierung. Er machte die Bodenreformen seines Vaters teilweise rückgängig. Auch dämmte er die Inflation ein, indem er Münzen mit höherem Feingehalt in Umlauf setzte.
Sultan Bayezit II. war eng mit dem Derwischorden verbunden. Aufgrund seiner Friedfertigkeit wurde ihm der Beiname "Veli" verliehen, was soviel wie "der Heiligmäßige“ bedeutete. Seine Haltung spiegelte sich auch in seiner Außenpolitik wieder. Unter Bayezit II. wurde die Expansion gedrosselt, lediglich kleinere Gebietsgewinne konnten verzeichnet werden, wie die Einverleibung von Herzegowina 1483 oder die Eroberung der Häfen Kilia und Akkerman am nordwestlichen Ufer des Schwarzen Meeres 1484. Bayezits eher friedensorientierte Politik diente der Reichssicherung. Dennoch war seine Herrschaft geprägt von seiner überragenden Machtfülle. 1512 wurde Bayezit II. von seinem jüngsten Sohn Selim zur Abdankung gezwungen. Selim hatte die Unterstützung der Janitscharen und ließ seinen Vater wohl kurz darauf vergiften.
Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul (Inv. H 1324, Fol. 29v)