Bernhard Gustav von Baden Markgraf von Baden-Durlach
Lebenszeit: 1631-1677
Kurzbiografie Bernhard Gustav, Sohn aus der zweiten Ehe Friedrichs V., wurde 1631 geboren. Schon früh stand er in Diensten des venezianischen und des schwedischen Heeres. 1663 nahm er an den Türkenkriegen teil, 1665 ließ er sich zum Benediktinermönch weihen und schlug die geistliche Laufbahn ein. Zunächst Abt von Fulda und Kempten erhielt er 1671 die Kardinalswürde.
Biografie Bernhard Gustav von Baden-Durlach wurde am 24. Dezember 1631 als Sohn von Markgraf Friedrich V. und dessen zweiter Frau Gräfin Eleonore von Solms geboren und auf den Namen seines Patenonkels König Gustav Adolf von Schweden getauft. In venezianischen Diensten kämpfte Gustav Adolf gegen die Türken und nahm als Generalmajor im schwedischen Heer an den Kämpfen gegen Polen teil. Nach einem sich anschließenden Romaufenthalt 1660 konvertierte er im Franziskanerkloster Hermolsheim. Zu Ehren des katholischen Markgrafen Bernhard II. nahm Gustav Adolf dessen Namen an und nannte sich seitdem Bernhard Gustav. 1663 zog er in den Türkenkrieg und nahm ein Jahr später an der Schlacht von St. Gotthard teil. 1665 legte Bernhard Gustav die Waffen ab, um die niederen Weihen zu empfangen und wurde Benediktiner. Als Geistlicher machte er schnell Karriere, wurde 1671 Abt von Fulda und bald darauf von Kempten. Im gleichen Jahr wurde Bernhard Gustav auch Koadjutor in Siegburg sowie Kardinal der römischen Kirche. Vier Jahre vor seinem Tod 1677 wurde Bernhard Gustav Fürstabt in Kempten.
Eigentlich hieß er Gustav Adolf. Mit der Konfession - erst war er evangelisch, dann katholisch - wechselte er auch den Namen und nannte sich von nun an Bernhard Gustav.
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