|
|
Eugen Moritz von Savoyen
Prinz von Savoyen
|
Lebenszeit: 18.10.1663-21.04.1736
Kurzbiografie
Als Heerführer besaß der Sohn aus einer westeuropäischen Hochadelsfamilie das uneingeschränkte Vertrauen seiner Soldaten. Während der Türkenkriege erfocht Prinz Eugen von Savoyen zahlreiche Siege gegen die Osmanen und trug so zur Beendigung ihrer Vormachtstellung in Europa bei.
Biografie
1663 wurde Eugen von Savoyen als Sohn des Grafen Eugen Moritz von Soisson und Olympia Mancini von Savoyen geboren. Da er einer Familie aus dem westeuropäischen Hochadel entstammte, verbrachte er seine Jugend am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV., der für ihn eine geistliche Karriere vorsah.
Nachdem Eugens Bemühen um eine Aufnahme in das französische Heer an der Ablehnung durch den König scheiterte, verließ er Frankreich und bot 1683 seine Dienste Kaiser Leopold I. an. Er konnte sich dem Heer des Herzogs Karl von Lothringen anschließen, welches durch die Schlacht am Kahlenberg Wien von der Belagerung durch die Osmanen befreite. Dieses Ereignis begründete die steile militärische Karriere des jungen Feldherrn, der sich von nun an im Krieg bewährte. Schon 1697 wurde ihm der Oberbefehl über die gesamten österreichischen Heere übertragen, die im Kampf gegen die Türken eingesetzt wurden. Sein berühmtester Sieg war der Triumph über die Türken bei Zenta im gleichen Jahr, und die Türkenkriege des ausgehenden 17. Jhs. beendete er mit dem Friedensschluss von Karlowitz 1699.
Seit 1703 gehörte er als Hofkriegsratspräsident zum innersten politischen Zirkel des Habsburgerreiches, wenn er auch als Politiker nicht so erfolgreich war wie als Feldherr. Nach seinem Tod 1736 in Wien wurde er zum Besieger der Türken verklärt.
|
|

Privatbesitz. Abbildung in: Karl Gutkas (Hg). Prinz Eugen und das barocke Österreich. Salzburg und Wien 1985, S. 35
|
|
|
|
|
| Siehe auch... |
Personen:
|
Themen:
|
 |
| Belesener "Edler Ritter" |
| Prinz Eugen von Savoyen galt aufgrund seiner zahlreichen Siege im Krieg nicht nur als Inbegriff des "edlen Ritters“, sondern war auch wegen seiner ausgeprägten Liebe zur Literatur bekannt. Berühmtester Gast in seinem Hause war der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm von Leibnitz. |
|
 |
|
|
 |