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Friedrich I. von Baden
Großherzog von Baden
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Lebenszeit: 1826-1907 Regierungszeit: 1852-1856 Regent, 1856-1907 Großherzog
Kurzbiografie
Als zweiter Sohn des Großherzogs Leopold von Baden geboren, übernahm Friedrich 1852, stellvertretend für seinen geisteskranken Bruder Ludwig II., die Regentschaft über das Großherzogtum Baden. Ab 1856 wurde er als Friedrich I. selbst Großherzog. Er brachte innere Reformen auf den Weg, regierte sein Land liberal und förderte Bildung und Wissenschaft in Baden.
Biografie
Friedrich wurde am 9. September 1826 in Karlsruhe als zweiter Sohn des Großherzogs Leopold von Baden geboren. Nach dem Tod seines Vaters 1852 übernahm er im Namen seines unheilbar kranken Bruders Ludwig II. die Regentschaft und regierte seit 1856 als Großherzog Friedrich I. von Baden. Schon als junger Prinz wuchs er in die geistige Welt des badischen Liberalismus hinein und proklamierte die konstitutionelle Monarchie als die beste unter allen Staatsformen.
Unter seiner Regierung wurden weitreichende Reformen durchgeführt. In seiner Osterproklamation 1860 versprach Friedrich I. eine gesetzliche Regelung aller kirchlichen und schulpolitischen Fragen, woraufhin die bürgerliche Eheschließung eingeführt, der Religionsunterricht der Kirche unterstellt, der öffentliche Schulunterricht jedoch zur Sache des Staates erklärt wurde. Unter dem kunstsinnigen Friedrich I. wurde die Türkenbeute in einen eigens dafür errichteten Neubau, das heutige Naturkundemuseum Karlsruhe, überführt und zum Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Schlussstein aller Reformen der öffentlichen Verwaltung wurde durch die Verfassungsreform 1904 begründet, die das allgemeine, direkte und geheime Stimmrecht bei der Wahl zur zweiten Kammer einführte. Friedrich I. galt als Verfechter der nationalen Einheit unter preußischer Führung und war am Sturz Bismarcks beteiligt. Er starb mit 81 Jahren auf der Insel Mainau.
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Hans Thoma, Öl auf Leinwand, 1901/1909. Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe (Inv. 1300)
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| Kommentar |
| Ein liberaler Vordenker - der Weg zur Macht war der verrückte Bruder... |
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