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| Themenkreis: Biografien Hermann von Baden Prinz von Baden-Baden www.tuerkenbeute.de/kun/kun_bio/HermannVonBaden_de.php |
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Lebenszeit: 1628-1691 Als fünfter Sohn des Markgrafen Wilhelm für eine geistliche Laufbahn vorgesehen, fand Hermann von Baden als Feldherr und Hofkriegsrat am kaiserlichen Hof seine eigentliche Bestimmung. Er errang vor allem beträchtliche militärische Erfolge. Als einer der Truppenführer des Entsatzheeres kam er in den Besitz zahlreicher türkischer Trophäen, die er seinem Neffen Ludwig Wilhelm vermachte. Biographie Der am 12. Oktober 1628 geborene fünfte Sohn des Markgrafen Wilhelm von Baden erhielt auf dem Jesuitengymnasium in Dillingen eine fundierte Schulausbildung, konnte aber aus Zeitgründen kein höheres Studium absolvieren. Die Erwartungen seines Vaters erfüllend, bemühte er sich um die Aufnahme in den Johanniterorden, doch scheiterte das Vorhaben. Dennoch erwarb er mit päpstlicher Unterstützung bis 1664 Kanonikate in Köln, Straßburg, Paderborn, Salzburg und Augsburg. Seine eigentliche Erfüllung fand er jedoch als Feldherr im Dienst des Habsburgers Leopold I. Schon bei den Türkenkriegen 1663/64 und besonders bei der Schlacht um Wien 1683 trat er als einer der Truppenführer des Entsatzheeres in Erscheinung. Bei dieser Schlacht kam er in den Besitz zahlreicher türkischer Trophäen, die er später seinem Neffen Ludwig Wilhelm, dem Türkenlouis, vererbte und die einen wichtigen Teil der "Türckischen Kammer“ bilden sollten. 1672 bis 1678 nahm Prinz Hermann an den Niederländischen Kriegen gegen Frankreich teil. Da er das Vertrauen des Kaisers genoss, wurde er 1681 zum Hofkriegsratspräsidenten und 1688 zum Prinzipalkommissar auf dem Regensburger Reichstag ernannt. Prinz Hermann starb am 2. Oktober 1691 in Regensburg am "Schlagfuß“, erlag also wohl einem Schlaganfall. |