Themenkreis: Biografien
Julius Franz von Sachsen-Lauenburg Herzog von Sachsen-Lauenburg
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Julius Franz von Sachsen-Lauenburg (reg. 1666-1689)/Schloss Rastatt     Vermutlich Heinrich Lihl, Öl auf Leinwand, Kopie von 1735 nach einem Original um 1680. Schloss Rastatt

Lebenszeit1641-1689
Regierungszeit1666-1689

Herzog Julius Franz, der letzte Herzog aus dem Geschlecht Sachsen-Lauenburg. Er war der Vater Sibylla Augustas, der späteren Frau Ludwig Wilhelms von Baden. Nach seinem Tod ging auch der sachsen-lauenburgische Stammsitz Schloss Schlackenwerth, ebenso wie die darin befindlichen türkischen Trophäen in den Besitz des Türkenlouis über.


Biographie
Mit dem Tod von Julius Franz starb auch der letzte Herzog aus dem Geschlecht der von Sachsen-Lauenburg. Zusammen mit seiner ersten Frau Maria Hedwig Auguste hatte er zwei Töchter, eine davon war Sibylla Augusta, die spätere Frau Ludwig Wilhelms von Baden, des sog. Türkenlouis. Nach dem Tod seiner Frau 1681 hielt sich Herzog Julius Franz nur noch selten auf seinen böhmischen Besitzungen auf. Nachdem auch er selbst verstorben war, wurden seine beiden Töchter, reiche Erbinnen, Mündel des Kaisers Leopold I. Dieser vermittelte letztendlich - wenn es auch anders gedacht war - die Heirat Sibylla Augustas mit dem badischen Markgrafen. Als kaiserlicher Generalfeldmarschall kämpfte Herzog Julius auch selbst in den Türkenkriegen, nahm sogar an der Entsatzschlacht von Wien 1683 teil. Von seiner Kriegsteilnahme stammen osmanische Beutestücke, die - ebenso wie sein Schloss Schlackenwerth in Böhmen - dem Türkenlouis später als Erbteil zufielen.