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Leopold I. von Habsburg
Römisch-Deutscher Kaiser, Erzherzog von Österreich, König von Ungarn
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Lebenszeit: 1640-1705 Regierungszeit: 1655-1705; ab 1655 König von Ungarn und ab 1656 König von Böhmen; ab 1658 römisch-deutscher Kaiser
Kurzbiografie
Ursprünglich für das Amt eines Kirchenfürsten bestimmt, wurde Leopold nach dem Tod seines älteren Bruders zum Thronfolger deklariert. Während seiner annähernd fünfzigjährigen Regentschaft war er fast immer in zerstörerische und kostspielige Kriege, sowohl im Westen als auch im Osten des Reiches, involviert.
Biografie
Leopold, Sohn des Kaisers Ferdinand III. und dessen erster Gattin Maria Anna, wurde am 9. Juni 1940 geboren. Als zweiter Sohn des Herrscherpaares für den geistlichen Stand bestimmt, wurde er von zwei Jesuitenpatern erzogen. Er erwies sich als sehr gelehrig und beherrschte Latein, Spanisch, Italienisch und Französisch, interessierte sich für Wissenschaft und Musik. Nachdem der Thronfolger Ferdinand 1654 überraschend starb, übernahm Leopold die Krone noch zu Lebzeiten seines Vaters. Am 18. Juli 1658 erfolgte die Wahl zum deutsch-römischen Kaiser. In dieser Funktion musste er das Reich gegen die französischen Invasionen verteidigen, aber auch im Osten drohte die chronische Gefährdung der Grenzen durch die Truppen des osmanischen Reiches, die beabsichtigten Ungarn einzunehmen. Erst die Niederlage der Türken vor Wien 1683 markierte den entscheidenden Wendepunkt, welcher eine fünfzehnjährige Phase der militärischen Erfolge gegen die Osmanen einleitete. Ab 1701 dominierte der spanische Erbfolgekrieg gegen Frankreich die Politik von Leopold I., der am 5. Mai 1705 verstarb.
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Privatbesitz. Abbildung in: Karl Gutkas (Hg). Prinz Eugen und das barocke Österreich. Salzburg und Wien 1985, S. 40
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| Ein Kind des Mars |
| Dank zahlreicher Kriege und konsequenter Machtpolitik stieg unter seiner Herrschaft das österreichische Habsburg zur Großmacht auf. |
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