Themenkreis: Biografien
Mehmet II., der Eroberer (Fatih) Sultan
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Mehmet II., der Eroberer/Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul     Paolo Veronese, aus der Veronese-Serie, Öl auf Leinwand. Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul (Inv. 17/11)

Lebenszeit?-1481
Regierungszeit1451-1481

Schon zwei Jahre nach seinem Regierungsantritt 1451 eroberte Mehmet II. den legendären „Goldenen Apfel“ Konstantinopel und machte ihn zur neuen Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Unter Mehmet II. wurde das Staatsgebiet um rund 40 Prozent vergrößert, zahlreiche wichtige Verwaltungsreformen durchgeführt und Gesetzeswerke kodifiziert.


Biographie
Zu Beginn seiner Herrschaft 1451 ließ Mehmet II. seinen Bruder Ahmet beseitigen, um sich seinen Herrschaftsanspruch zu sichern. Den Beinamen "der Eroberer“ erlangte er aufgrund der Eroberung von Konstantinopel am 29. Mai 1453 nach 54tägiger Belagerung. Mehmet II. machte den "Goldenen Apfel“ zu seiner Hauptstadt - Konstantinopel wurde in "Istanbul" umbenannt und die Hagia Sophia, die größte Kirche der Christenheit in ein Moschee verwandelt. Nicht nur auf dem Balkan, sondern auch im Schwarzmeergebiet und in Westanatolien erweiterte das Osmanische Reich seine Herrschaft.

In Ostanatolien bildete sich ein turkmenischer Stammesbund heraus, der jedoch 1473 nach einer schweren Niederlage gegen die Osmanen zerbrach. Diese hatten damit die Herrschaft über fast ganz Anatolien inne. Erfolg versprechend erschien Mehmet II. die Eroberung Roms, das nach der Eroberung Konstantinopels nun zum „Goldenen Apfel“ erklärt wurde. Zwar konnte mit Otranto ein Brückenkopf in Süditalien gewonnen werden, doch wurde die Unternehmung durch den Tod Mehmets 1481 beendet. Mit ihm starb die wohl bedeutendste Herrscherpersönlichkeit, unter der nicht nur das Staatsgebiet der Osmanen seine größte Ausdehnung erfuhr, sondern auch wichtige Verwaltungs- und Bodenreformen als Grundlage für seine zukünftige Entwicklung durchgeführt wurden.