Themenkreis: Biografien
Murat IV. Sultan
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Murat IV. (reg. 1623-1640)/Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul     Osmanische Miniaturmalerei. Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul (Inv. H 2134, Fol 1r)

Lebenszeit1610/11-1640
Regierungszeit1623-1640

Mit etwa zwölf Jahren 1623 zum Sultan gemacht, rächte sich Murat IV. blutrünstig an seinen Feinden. Wesentlich für die Herrschaft Murats waren Reformen im Heerwesen, die die Macht der Janitscharen und Sipahis einschränkten. Großen Einfluss auf die Regierung hatte die Mutter des Sultans Kösem Mahpeyker.


Biographie
Murat IV. war, wie einige seiner Vorgänger, während seiner ersten Lebensjahre im "Prinzenkäfig“ eingesperrt. Erst nach der wiederholten Absetzung seines Onkels Mustafa gelangte er an die Macht. Großen Einfluss auf seine Politik sollte die Sultansmutter Kösem Mahpeyker haben, die zur mächtigsten Frau in der Osmanischen Geschichte wurde.

Murat begann seine Herrschaft mit der Erdrosselung seiner jüngeren Brüder Bayezit und Süleyman. Nachdem er die immer wieder meuternden Sipahis und Janitscharen langsam auf seine Seite ziehen konnte, schaffte er die Privilegien beider Eliteeinheiten ab und ließ zwölf Jahre lang keine neuen Truppen ausheben. Die Jahre der Gefangenschaft hatten Murat IV. einen unbändigen Hass vermeintlichen Verschwörern gegenüber eingebracht. In seinem Rachefeldzug ging er unbarmherzig gegen seine Feinde vor und ließ über 100 000 seiner Gegner oftmals willkürlich umbringen. Ihre Vermögen wurden eingezogen, daher hinterließ Murat bei seinem Tod über 30 Millionen Gulden. Kurz bevor er den Plan verwirklichen konnte, seinen einzigen lebenden Bruder und potentiellen Nachfolger hinrichten zu lassen, starb Murat IV. im Jahr 1640.