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Wirtschaft und Handel bei den Osmanen
Der internationale Handel: Handelsrouten und -güter
Das Osmanische Reich war ein Transitland, durch dessen Gebiet zahlreiche Handelsrouten von Europa nach China oder Indien verliefen. Während Kairo vom Transitgeschäft mit Indien und den Ländern des Indischen Ozeans profitierte, betrieben die Kaufleute Aleppos und Bursas besonders den Import von Rohseide aus dem Iran. Diese wurde in Anatolien zu wertvollen Geweben verarbeitet. Seide und Gewürze waren die wichtigsten Fernhandelsgüter. Die Seide aus Persien war nicht nur bei den reichen Osmanen, sondern auch bei den wohlhabenden Europäern sehr begehrt. Im Gegenzug wurden aus europäischen Ländern Wollstoffe geliefert. Im Sultanspalast waren vor allem Luxusartikel wie Juwelen, Brokat, Pelze und Edelmetalle, die häufig aus Indien kamen, von großer Bedeutung.

Die Händler durchquerten das riesige Reich mit ihren Karawanen oder fuhren mit ihren Schiffen an den Küsten entlang. Sie waren gern gesehene Gäste, denn neben Alltagsgütern brachten sie exotische Waren und Neuigkeiten aus aller Herren Länder mit. Außerdem erwirtschaftete der Handel eine beachtliche Summe an Steuern, die in die Staatskasse floss. In Friedenszeiten und Perioden der politischen Stabilität konnten die Kaufleute sicher reisen, denn die Handelswege waren kaum durch Banditen und Wegelagerer gefährdet. Entlang der Handelsrouten gab es viele Karawansereien, meist im Abstand von 30-40 km. Diese waren gleichzeitig Hotels, welche den Reisenden und ihren Tieren eine Unterkunft bereitstellten. Die Durchgangsstationen des Handelsverkehrs fungierten auch als eine Art Zentrum des Großhandels. In Istanbul befanden sich die Karawansereien direkt neben dem Basar, denn der Sultan war darauf bedacht, eine gute Infrastruktur für den Handel zu schaffen.

Doch die meisten Güter wurden auf dem Seeweg im- und exportiert. Auch die verschiedensten Abgaben aus den Provinzen wurden durch die Provinzstatthalter per Schiff ins Reich transportiert. Daher besaß der Sultan eine Handelsflotte aus zahlreichen Galeeren, von denen jede mehrere hundert Tonnen Ware aufnehmen konnte.

Handelsvereinbarungen mit dem Ausland
Verlockend bot sich den Osmanen die reiche Auswahl an ausländischen Waren aus Europa dar: Stoffe, vor allem Wollstoffe, Spiegel aus Frankreich und Italien, deutsche Uhren oder russische Pelze. Daher stattete der osmanische Staat ab dem 16. Jh. die Händler aus dem Ausland mit Privilegien aus. Diese Abkommen nannte man Kapitulationen, da die Verträge kapitelweise paraphiert waren. In den Genuss eines derartigen Vertrages kamen jedoch vorwiegend dem Osmanischen Reich freundlich gesinnte Staaten. Nur die Angehörigen der Länder, welche mit den Osmanen Kapitulationen abgeschlossen hatten, z.B. Frankreich, England oder Italien durften in den türkischen Häfen an Land gehen und dort Handel treiben, ja sie hatten sogar den Status von Freunden inne. Gewährleistet wurde ihnen zudem ein Hoheitsschutz und geringere Zollgebühren von 3-5 %, zu denen allerdings Gebühren auf die Schifffahrt hinzu kamen.

Der regionale Handel
Die Mehrzahl der Bevölkerung des Osmanischen Reiches wohnte in ländlichen Gebieten und arbeitete auch in der Landwirtschaft. Diese bildete die ökonomische Grundlage des osmanischen Staates. Zwar dominierte die Subsistenzwirtschaft, doch mussten Nahrungsmittel wie Salz, Getreide, Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte auch für die Metropolen erzeugt werden. Vor allem Istanbul hatte einen immensen Bedarf an Gütern aller Art. Aus Anatolien kamen Getreide, tierische Produkte, Olivenöl, Textilien, Pelze, Früchte, Nüsse und Opium. Aus Syrien und Ägypten wurden vor allem Zucker, Gewürze, Henna und Reis eingeführt. Zudem mussten Rohstoffe, z.B. Eisenerz oder Holz, abgebaut und vorverarbeitet werden. Der ständige Bedarf an Bauholz in Istanbul wurde über das Schwarze Meer abgewickelt.

Lieferanten der Luxus- und Importwaren aus fremden Ländern waren die Groß- und Fernhändler (tüccar, bezirgan), lokal produzierte Waren, vor allem die Zunftprodukte der Handwerker, vertrieben die Einzelhändler (esnaf), Produkte des täglichen Bedarfs konnte man auch bei den Krämern (seyyar) kaufen. Die Händler und Kaufleute, die den Warenfluss letztendlich gewährleisteten, gehörten aber nicht zur Landbevölkerung, sondern waren in den Städten angesiedelt.

Der Basar
Die orientalischen Märkte, die Basare, sowie die "bedesten" und "hane", die großen überdachten Markthallen, Werkstätten und Läden, waren die Zentren des urbanen Wirtschaftslebens. Hier konnte man alles finden, von der Handelsbörse bis zum Kleingewerbe. Handwerker einer jeden Branche verfertigten ihre Waren und boten sie zum Verkauf an. Zahlreiche Gewerbe besaßen auch ihren eigenen Markt in der Stadt. Der große Basar in Istanbul, der heute als "kapalı çarşı" (gedeckter Basar) bekannt ist, wurde nach einem verheerenden Brand im Jahr 1701 an der Stelle des alten wieder neu aufgebaut. Auf dem neuen Basar mit seinen 18 Toren erstreckten sich rund 3 000 Läden und Werkstätten auf über 60, nach den Zünften benannten Straßen. Diese waren nach Branchen untergliedert: in einer Straße waren die Teppichhändler angesiedelt, in der nächsten die Fischverkäufer usw.

Das bunte Treiben auf dem Basar unterlag einer strengen Ordnung und allerlei Kontrollen. Auf jedem Basar gab es einen Marktaufseher (muhtesib), der die Händler und Handwerker beaufsichtigte und darauf achtete, dass die Marktordnung und die Vorschriften der Handwerkerzünfte beachtet wurden. Er überprüfte, ob die Gewichte, Maße und Instrumente zum Abmessen und Wiegen intakt und nicht etwa manipuliert waren. Daneben kontrollierte er, ob die von der Regierung festgesetzten Preise, die lediglich eine Gewinnspanne von 10-15 % erlaubten, nicht überschritten wurden. Zudem begutachtete er die Qualität der Waren. Wenn eine große Inspektion im Basar Istanbuls angeordnet war, nahm sogar der Großwesir mit seiner Gefolgschaft daran teil. Hielt sich ein Händler nicht an die Verordnungen oder kam es zu Streitigkeiten musste er vor dem Kadi, dem Amtsrichter, erscheinen. Beim Marktaufseher gingen auch Beschwerden von Händlern ein, denen Schaden durch Konkurrenzkampf oder Preisbetrug zugefügt wurde. Ein Verstoß gegen die geltenden Verordnungen zog schwere Strafen nach sich. Metzger konnten gar gevierteilt werden, wenn es durch ihre Schuld am Fleischangebot mangelte. Überlicherweise drohten Prügel, Beschlagnahmung, Aufgabe des Geschäftes oder eine Gefängnisstrafe. Eine besonders entehrende Strafe war die Schelle. Der Übeltäter musste mit einem mit Glocken behangenen Halseisen vor seinem Geschäft und in den Straßen des Basars auf- und ablaufen.

Die Zünfte (esnaf)
Die städtischen Händler und Handwerker waren in "esnaf" organisiert, Handwerkervereinigungen, die Ähnlichkeiten mit den europäischen Zünften oder Gilden hatten. Ihre Aufgabe bestand nicht nur in der Förderung der Wirtschaft ihrer Branche oder der Gewinnsteigerung, sondern sie gewährleisteten ihren Mitgliedern Schutz und traten für die Wahrnehmung von deren Interessen ein. Die Traditionen des islamischen Zunftwesens beinhalteten zahlreiche ethische und religiöse Regeln. Einer religiösen Bruderschaft nicht unähnlich, besaß jede Zunft eine eigene Satzung, Rechtssprechung, Feste und Rituale. Jede Handwerkervereinigung besaß auch ein religiöses Oberhaupt, den "şeyh", als geistlichen Ratgeber. An der Spitze einer jeden Zunft stand der "kethüda", der Zunftvorstand. Er überwachte die Vorschriften für den Geschäftsverkehr und achtete auf die Qualität der Waren - den Kunden nur hochwertige Produkte zu verkaufen, war Ehrensache. Zudem fungierte er als Mittelsmann zwischen den Gilden und der staatlichen Obrigkeit. So zahlten ihm die Zunftmitglieder Steuern aus, die er dem Staat aushändigte. Die oberste Instanz aller Zünfte war der "esnaf"-Rat, in den jede Vereinigung ihren Vertreter entsandte.

Auch die Ausbildung hatten die Gilden im Auge. Nur ein Meister (usta) konnte Lehrlinge (çırak) ausbilden. Um den Meistertitel zu erlangen, musste ein Geselle (kalfa) seine handwerklich erlernten Fertigkeiten nachweisen. Dann erhielt er ein Diplom und wurde in das entsprechende Zunftregister eingetragen. Dieser Meistertitel ermöglichte ihm dann die Eröffnung seines eigenen Geschäfts. Nun erst durfte er den “Meistergürtel“ anlegen, wie es die Kleiderordnung der Zünfte vorschrieb. Es gab die unterschiedlichsten Vereinigungen für Handwerker und Gewerbetreibende, z.B. Seidenweber, Teppichknüpfer, Goldschmiede, Töpfer, Glasbläser, Schuhmacher, Kerzenhersteller, aber auch Barbiere, Fischer, Kaffeeverkäufer, Müller, Metzger, Käse- und Joghurtmacher usw. Auch außergewöhnliche Berufe waren in Zünften zusammengeschlossen, wie die Astronomen, die Büffelmelker, die Nachtigallenhändler und sogar die Diebe und Straßenräuber. Im 17. Jh. soll es in Istanbul 1109 Zünfte gegeben haben.

Handwerkerprozessionen in Istanbul
In der Hauptstadt Istanbul wurden bei feierlichen Anlässen, z.B. dem Auszug der Armee zu einem Feldzug, Hochzeiten der Prinzessinnen oder Beschneidungsfesten der Prinzen große Zunftprozessionen veranstaltet. Diese fanden auf dem "at meydanı", dem antiken Hippodrom, statt, das in osmanischer Zeit der größte Festplatz Istanbuls war. Bei diesen grandiosen Paraden, defilierten die Handwerker einer jeden Zunft vor den Zuschauern und den geladenen Gästen des Hofes. Die Oberhäupter der Gilden schritten in Festtagskleidung voran und präsentierten die Erzeugnisse der Handwerker. Diese selbst gaben auf Schauwagen Vorführungen ihres handwerklichen Könnens und präsentierten ihre Werkzeuge, um die sie eine regelrechte Inszenierung aufgebaut hatten. So führten die Glasbläser einen mobilen Ofen mit sich, um dem Publikum ihre Kunst zu demonstrieren, die Weber hatten einen Webstuhl dabei, die Badegehilfen stellten ein Modell eines türkischen Bades zur Schau, die Zuckerbäcker trugen auf Tabletts Kuchen und Naschwerk in Gestalt von Tieren, Pflanzen oder ganzen Gebäuden mit sich. Der Sultan beobachtete das Spektakel aus einem Aussichtspavillon, an dem die festliche Parade vorbeizog. Die Festlichkeiten und Handwerkerprozessionen, die anlässlich des Beschneidungsfestes Mehmets III. (reg. 1595-1603), dem Sohn Murats III. (reg. 1574-1595), stattfanden, dauerten ganze 55 Tage an.

Die Hofwerkstätten (nakkaşhane)
Außer den städtischen Handwerkern gab es auch Handwerker und Künstler, die unmittelbar dem Osmanischen Hof unterstanden. Diese Hofwerkstätten und -ateliers (nakkaşhane) produzierten für den Bedarf des Serails, aber auch für die Streitkräfte des Sultans, und wurden auch vom Staat entlohnt. Die Manufakturen befanden sich jedoch nicht immer zwangsläufig auch in räumlicher Nähe zum Palast, sondern waren oft in der Stadt gelegen. Die in den höfischen Betrieben arbeitenden Meister (nakkaş) und Lehrlinge (şargid) gehörten jedoch nicht der städtischen Bevölkerung an, sondern stammten meist aus der Knabenlese.

Geld und Münzwirtschaft
Das Münzsystem im Osmanischen Reich war sehr komplex und nicht überall einheitlich. In den neueroberten Provinzen behielt man meist die örtliche Währung bei, obwohl die Hohe Pforte zeitweise versuchte, das osmanische Geld einzuführen. Die frühsten osmanischen Münzen waren aus Silber und Kupfer und wurden im 14. Jh. geprägt. Ende des 15. Jh. kam die erste osmanische Goldmünze auf, der "sultani". Goldmünzen waren als Zahlungsmittel beim internationalen sowie beim Handel mit Luxusgütern üblich. Auch die Steuereinnahmen der Provinzen forderte der Staat in Goldmünzen ein. Das gängigste Zahlungsmittel im 16. Jahrhundert war der Asper (akçe) eine kleine Silbermünze mit einem Silbergehalt von 0,7 g. Im Jahre 1525 konnte man in der Stadt Istanbul bei einem Wechselkurs von 59 Asper pro Goldstück mit einem Asper ca. 1,5 kg Brot, ca. 10 kg Mehl oder ca. 0,5 kg Lammfleisch erstehen. Ein ungelernter Bauarbeiter bekam einen Tageslohn von 5 oder 6 Asper. Ein Zimmermeister verdiente 10 bis 12 Asper pro Tag. Das jährliche Einkommen der Kleinpfründe eines Sipahis betrug meist zwischen 3 000-19 999 Asper, der Großwesir, der die am höchsten dotierte Pfründe besaß, hatte ein jährliches Einkommen von zwei Mio. Asper. Daneben gab es noch weitere Münzen aus Silber (z.B. Piaster, "para") und Gold (z.B. "altın") auch eine Kupfermünze (mangır), deren Wert zwischen einem Viertel und einem Achtel Asper schwankte. Zusätzlich führten Händler aus Europa ihre eigenen Münzen ein, die im Osmanischen Reich beliebt wurden. Die Hohe Pforte ließ sogar Silbergeld nach europäischem Vorbild prägen, z.B. den "zolota" nach der polnischen Münze Złoty oder den "kuruş", dessen Name sich vom Groschen ableitete.
Im Laufe der Zeit verringerte man den Feingehalt und das Gewicht des Asper immer mehr, bis schließlich die Prägung eingestellt werden musste. Bereits im 16. Jh. stieg der Umtauschkurs vom Asper zum "sultani" enorm an. Bekam man anfangs 45, so waren es später 65 Silber- für eine Goldmünze. Zu Beginn des 17. Jh. war ein "sultani" sogar 160 Asper Wert. Große Bezahlungen mussten mit einem Sack voller Silberbargeld getätigt werden, denn Goldmünzen waren nur in geringen Mengen im Umlauf.

Entsprechend der islamischen Tradition wiesen die Münzbilder eine Gestaltung mit Kalligrafie und Ornamentik auf. Feste Bestandteile des Münzbildes waren Titel und Name des Sultans, der Name seines Vaters, das Jahr der Thronbesteigung sowie der Prägeort. Die Kupfermünzen zeigten auf der Vorderseite den Namen des Sultans, auf der Rückseite ein Arabeskenmotiv. Die Goldmünzen waren aufwendiger gestaltet. Sie wiesen auf der Vorderseite neben dem Sultansnamen einen Segenswunsch auf. Auf die Rückseite prägte man gleichsam als erweiterte Titulatur diverse Ehrennamen des Herrschers, wie etwa “Präger des Goldes“ oder “Inhaber des Ruhmes und des Sieges zu Land und Meer” sowie den an den Sultan gerichteten Segenswunsch “Dauern möge sein Reich”.

Die Entwicklung der Wirtschaft ab dem 17. Jh.
Ergebnis der Münzverschlechterung, bei der man den Feingehalt an Silber reduziert hatte ohne den Wechselkurs zum Gold zu ändern, war eine ungeheure Inflation. Die Regierung hatte versucht, so die ständig wachsenden Ausgaben der Staatskasse zu decken, erreichte aber nur das Gegenteil. Am Ende des 16. Jh. stiegen die Preise rapide in die Höhe. Die stark angewachsene Bevölkerung zu ernähren, vor allem das Militär und die Stadtbewohner zu versorgen, wurde immer schwieriger. Gleichzeitig florierte der Schmuggel, vor allem der strengstens verbotene Export von Getreide. Die Reichsbewohner litten unter Hungersnöten und Armut. Der private Lebensstandard war rapide gesunken und in weiten Landstrichen kam es zu massenhafter Verelendung.

Zudem konnte die osmanische Gesellschaft, deren Sozialordnung auf Grundbesitz fußte, ab dem 17. Jh. die Entwicklungen, die in Europa zur Industrialisierung und somit zu einer neuen Epoche geführt hatten, nicht mitvollziehen. Eine dem europäischen Bürgertum vergleichbare Mittelschicht, deren sozialer und finanzieller Aufstieg auf Produktion und Handel basierte, gab es nicht. Die traditionelle Gesellschaft hatte keinen erhöhten Bedarf an Waren, somit war auch keinen Anstieg der Produktion zu verzeichnen. Auch hinreichend billige Arbeitskraft war vorhanden, so dass eine Motivation für technische Erfindungen oder gar eine Modernisierung der Produktion nicht existierte. Da das Vermögen der reichen Osmanen meist in Form von Gold oder Edelsteinen fest lag, erfolgte auch keine Kapitalbildung, die mit wirtschaftlichen Investitionen hätte einhergehen können. Schnell war man auf dem Weltmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig. Zudem war der Staat selbst in keiner Weise in die Vorgänge auf den Märkten involviert. Zwar erhob er Steuern und Abgaben, ergriff aber keinerlei Maßnahmen zur Förderung von Wirtschaft und Handel. Schließlich überschwemmten ausländische Waren den einheimischen Markt. Diese in billiger Massenproduktion hergestellten Güter, deren Rohstoffe nicht selten aus dem Osmanischen Reich stammten, verdrängten als Reimporte die teuren Erzeugnisse der Zünfte, die dem Konkurrenzkampf nicht gewachsen waren. So wurde die einheimische Wirtschaft zusätzlich geschwächt. All diese Faktoren führten letztendlich zum wirtschaftlichen Ruin des Reiches und in letzter Konsequenz zum Staatsbankrott.
Der große Basar in Istanbul/Zeichnung

Thomas Allom, Zeichnung, 1841. Abbildung in: Türkische Kunst und Kultur aus osmanischer Zeit. Ausst. Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt. Bd. 1. 2. Recklinghausen 1985, S. 112, Abb 35
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Personen:
Mehmet III.
Murat III.
Themen:
Osmanische Außenpolitik
Staatswesen und Verwaltung im Osmanischen Reich
Der osmanische Kunststil
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