Themenkreis: Lebenswelten
Der Islam - Weltreligion Muhammads
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Prophet Muhammad an der Ka'ba/Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul     Nakkaş Osman, osmanische Miniaturmalerei, aus dem "Siyer-ı Nebi", um 1595. Topkapı Sarayı Müzesi, Istanbul (Inv. 1222/123b)

Der Islam (arab. “Hingabe an Gott“ bzw. “Hingabe an den göttlichen Willen“) war der staatstragende Glaube im Osmanischen Reich. Die Sultane und die Mehrheit der Bevölkerung waren sunnitische Muslime. Die Großherrn hatten etwa seit Beginn des 16. Jh. das Kalifat inne und waren als Kalifen anerkanntes geistliches Oberhaupt der muslimischen Welt. Im Topkapi Serail wurden wichtige Reliquien des Propheten Muhammad und seiner Nachfolger aufbewahrt, und die osmanische Hauptstadt Istanbul entwickelte sich zu einem der geistigen Zentren des Islam.

Heute ist der Islam eine der großen Weltreligionen. Ihr gehören mehr als eine Milliarde Menschen, etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung, an. Der Ursprung des Glaubens liegt auf der arabischen Halbinsel. Die Araber trugen den Islam ab dem 7. Jh. bis ins Innere Asiens und Afrikas, und ab dem 14. Jh. dehnte die osmanische Expansion den islamischen Kulturraum bis nach Osteuropa aus.

Der Prophet Muhammad - Die Anfänge des Islam
Verkündet wurde die Religion durch den Propheten Muhammad (ca. 570-632) (muhammad, arab. der Gepriesene). Der Religionsstifter, aus dem Stamm Quraysh und der Sippe der Haschimiten, wurde um 570 in der Stadt Mekka geboren. Da beide Eltern früh verstarben, wuchs er bei seinem Onkel Abu Talib auf, der ihn in altarabischer Tradition erzog. Um seine Kindheit und Jugend ranken sich Erzählungen, die seine zukünftige Berufung erahnen lassen. So soll in der Nacht seiner Geburt ein Stern den Himmel taghell erleuchtet haben.

Als 25jähriger heiratete Muhammad die reiche Kaufmannswitwe Chadidscha. Von ihren sieben Kindern blieb nur die Tochter Fatima am Leben. Sie genießt als Stammmutter der Nachkommen des Propheten besondere Hochachtung.

Im Alter von 40 Jahren erfuhr Muhammads Leben einen Wendepunkt. Schon vorher hatte der angesehene Mekkaner den Beinamen al-Amin (arab. der Vertrauenswürdige) erhalten. Muhammad begann, sich angesichts der egoistischen, gewinnsüchtigen und nur aufs Diesseits bezogenen Gesellschaft zunehmend zur Meditation in die Einsamkeit der Wüste zurückzuziehen. Dort erschien ihm i.J. 610 auf dem Berg Hira - und später auch in anderen Visionen - der Erzengel Gabriel (Dschibril). Dieser offenbarte ihm die göttliche Botschaft und trug ihm auf, sie an die Menschen weiterzugeben. Daher ist der Islam, wie das Judentum und das Christentum, entwicklungsgeschichtlich als monotheistische Offenbarungsreligion zu begreifen.

Nach Muhammads Berufung zum Propheten begann er, öffentlich zu predigen. Er verkündete den bedingungslosen Glauben an den einen Gott, den erhabenen und allmächtigen Schöpfer der Welt und ihrer Erscheinungen, den liebenden und gnädigen Allerbarmer. Zugleich warnte er vor dem Weltengericht und dem Zorn Gottes am Jüngsten Tag. Seine Kritik richtete sich gegen die moralische Verderbtheit der Menschen, von denen er eine bessere Lebensführung forderte, und den alten Polytheismus. So kam es zum Konflikt zwischen Muhammad und seinen Anhängern, den “sich Gott Hingebenden“ (al-muslimun) auf der einen, und den Mekkanern auf der anderen Seite. Die Bewohner seiner Heimatstadt empfanden ihn als Bedrohung der sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Zustände. Im September 622 verließ Muhammad Mekka und begab sich nach Yathrib, dem späteren Medina (arab. Stadt), dessen Name sich von "madinat an-nabi" (arab. Stadt des Propheten) ableitete. Die sog. Hidschra, die “Auswanderung“, markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung. Im darauf folgenden Jahrzehnt sollte sich der Prophet zum Staatsmann und Gesetzgeber wandeln, der den politischen und militärischen Kampf gegen die Feinde des Islam aufnahm und eine neue soziale Ordnung als Fundament der jungen Glaubensgemeinschaft propagierte. Seine Lehren konnten die Menschen überzeugen, und bis zu seinem Lebensende war fast die gesamte arabische Halbinsel zum Islam übergetreten. Nach dem Tod Muhammads i.J. 632 übernahmen die Kalifen als teils gewählte, teils akklamierte Nachfolger (chalifa, arab. Nachfolger, Stellvertreter) die weltliche und religiöse Führung der muslimischen Gemeinschaft.

Neben Muhammad - dem Vorbild der Muslime und begnadeten Auserwählten Gottes - erkennt der Islam noch andere Propheten an, z.B. Abraham (arab. Ibrahim), Moses (arab. Musa) und Jesus (arab.´Isa), nicht aber die von ihnen im Einzelnen verkündeten Glaubensinhalte. Nur Muhammad ist der auserwählte Gesandte Gottes, der letzte, “das Siegel“ der Propheten, mit dem die Offenbarung endgültig wird.

Der Koran - Das Heilige Buch der Muslime
Die dem Propheten offenbarte göttliche Botschaft, die Worte Allahs, ebenso aber auch Ermahnungen, Erzählungen und Reden des Propheten, sind im Koran (arab. Vortrag, Lesung, Rezitation) festgehalten. Der Koran gilt als das Wort Gottes.

Das Heilige Buch der Muslime ist in arabischer Sprache verfasst, und diese wurde somit zur offiziellen Sprache des Islam. Mit ersten Niederschriften begannen Muhammads Anhänger wahrscheinlich ab dem Jahr 622, noch zu Lebzeiten des Propheten. Seine endgültige Fassung erhielt der Koran jedoch erst um das Jahr 653 unter dem dritten Kalifen 'Utman (644-656).
Der Koran ist Glaubenslehre, Pflichtenkodex und Verhaltensregel zugleich. Seine Richtlinien prägen das öffentliche und private Leben der islamischen Gemeinschaft (umma). Eine Trennung beider Bereiche – weltlich und geistlich – ist dem muslimischen Denken wesensfremd. Die Religion soll das ganze Leben durchdringen, daher begleitet der Koran die Menschen in verschiedensten Situationen im Alltagsleben, spendet Rat, Ermutigung, Trost, Belehrung. Er ist die unfehlbare Autorität, der man mit Ehrfurcht und Hingabe folgt. Auch basieren zahlreiche islamische Gesetze, z.B. aus den Bereichen Staatsführung, Soziales, vor allem Familien- und Erbschaftsrecht, auf dem Koran.

Unterteilt ist die Schrift in 114 Abschnitte, die Suren (sura), die in einer Art Reimprosa geschrieben sind. Ab der zweiten Sure sind sie absteigend der Länge nach geordnet und nach charakteristischen, im Text enthaltenen Worten benannt. Die Eröffnungssure (al-fatiha) gilt als kurzes, in allen Situationen des Lebens angemessenes Gebet. Fast jede Koransure eröffnet mit der "basmala" (osm.-türk. besmele), der Formel “Im Namen des barmherzigen und gütigen Gottes“, einem der am häufigsten geschriebenen arabischen Sätze überhaupt. Sie wird vor jedem muslimischen Gebet und als Bitte zum Gelingen eines Vorhabens, sowie bei allen bedeutsamen Handlungen gesprochen.

Aus dem Koran rezitiert man zu zahlreichen Anlässen, etwa im Gottesdienst in der Moschee, bei religiösen Zeremonien wie Hochzeit oder Begräbnis, bei weltlichen Veranstaltungen sowie privaten Lesungen.

Hadithe und Schari´a
Von großer Bedeutung sind auch die Hadithe (hadith, arab. Mitteilung, Tradition, Überlieferung), die Muhammad zugeschriebenen Aussprüche, Anweisungen und Taten. Diese tradierten die Gefährten und Nachfolger des Propheten mündlich, bis sie im 9. -10. Jh. aufgezeichnet wurden. Die beiden bedeutendsten Hadith-Sammlungen stammen von al-Buchari (gest. 870) und Muslim (gest. 875). Die Gesamtheit dieser Überlieferungen bildet die Prophetentradition (sunna). Diese ist neben dem Koran die zweite wichtige Grundlage für die religiösen und rechtlichen Normen des Islam. Die Hadithe geben Verhaltensmaßregeln nicht nur in Bezug auf religiöse Pflichten, sondern auch auf das tägliche Leben.

Als die Summe der von Gott geoffenbarten Regeln gilt die Schari´a (schari´a, arab. Weg, Straße, schara’a, arab. verordnen). Auf der Basis des Korans und der Hadithe erarbeiteten die Religionsgelehrten verschiedener islamischer Rechtsschulen (Hanafiten, Malikiten, Schafi’iten, Hanbaliten) zwischen dem 6. und 9. Jh. Rechtskompendien, theologisch-juristische Sammelwerke mit der Auslegung koranischer Normen und Prinzipien, die für die Gläubigen eine weitere Lebens- und Orientierungshilfe darstellen sollten. Die Schari´a regelt - da der Islam keine Trennung zwischen Religion und Alltag oder Staat kennt, sondern sich in alle Bereiche des menschlichen Lebens erstreckt - mit ihren sittlichen Ge- und Verboten das gesamte Dasein der Menschen - Familie, Gemeinschaft und Staat - und zwar sowohl in ihrer Beziehung untereinander, in moralischem und im rechtlichen Sinne, als auch ihr Verhältnis zu Gott.

Die fünf Säulen des Islam
Für jeden Muslim gelten - gemäß eines Ausspruchs des Propheten - fünf Pflichten, die sog. “fünf Säulen des Islam“ (arab. arkan). Durch ihre Erfüllung bekennt er seine Zugehörigkeit zur islamischen Gemeinschaft. Es sind das Glaubensbekenntnis, das Gebet, das Almosen, das Fasten und die Wallfahrt nach Mekka.

Die erste Säule: das Glaubensbekenntnis
An erster Stelle steht das Glaubensbekenntnis (schahada). “Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist.“ Dies sind die Worte, die Muhammad einst vom Erzengel Gabriel überbracht wurden, und sie begleiten jeden Muslim zeit seines Lebens. Um gültig zu sein, muss die Schahada auf Arabisch ausgesprochen werden.

Die zweite Säule: das Gebet
Dann folgt das Gebet (salat). Gemeint ist das rituelle Pflichtgebet, das fünfmal täglich – morgens vor Sonnenaufgang, mittags, wenn die Sonne im Zenit steht, am Nachmittag, bei Sonnenuntergang und abends vor dem Zubettgehen - verrichtet wird. Für dieses ist rituelle Reinheit (saubere Kleidung, wenn möglich kultische Waschung, bedeckter Kopf), die Einhaltung der Gebetsrichtung nach Mekka sowie ein sauberer, abgegrenzter Ort (z.B. die Moschee oder ein Gebetsteppich) notwendig. Nachdem der Muezzin die Gemeinde zur Moschee gerufen hat, erfolgt das Gebet nach festgelegtem Ablauf mit bestimmten Gebetsformeln (u.a. allahu akbar, arab. “Gott ist groß“) und Bewegungen, wie Verbeugungen, Niederknien usw. Daneben kennt man als Gebet natürlich auch die persönliche Zwiesprache mit Gott (du'a).

Die dritte Säule: das Almosen
Als die dritte Säule wird das Almosen bzw. die Almosensteuer (zakat, von zaka, arab. rein, gerecht, gut sein) erachtet. Jeder Muslim muss als gleichsam religiöse und soziale Pflicht einen festgesetzten Teil seines Einkommens spenden, der an Arme und Bedürftige verteilt wird. Die Höhe der zusätzlich möglichen freiwilligen Gabe an mittellose Glaubensbrüder (sadaqa) darf jeder Gläubige selbst bestimmen.

Die vierte Säule: das Fasten
Das Fasten (saum) findet im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Jahres statt. Der islamische Kalender basiert auf dem Mondjahr und besitzt zwölf Monate mit je 29 bzw. 30 Tagen, insgesamt 354 Tage. Da es elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr “wandern“ die islamischen Monate rückwärts durch das Jahr und der Ramadan fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum. Dem Koran zufolge war er der Monat, in dem die Worte Gottes dem Propheten Muhammad erstmals verkündet wurden.

In dieser Zeit müssen alle volljährigen und gesunden Muslime fasten. D.h. sie dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken, auch rauchen und sexuelle Betätigung sind verboten. Das Fasten dient der inneren Läuterung und Besinnung, der Körper wird Willen und Geist unterworfen. Beendet wird der Ramadan durch das dreitägige “Fest des Fastenbrechens“ (arab. 'id al-fitr, osm.-türk. scheker bayram, “Zuckerfest”).

Die fünfte Säule: die Wallfahrt nach Mekka
Die fünfte Säule ist die Wallfahrt nach Mekka (hadsch). Hier befindet sich die Ka'ba (arab. Würfel), das seit Muhammad bedeutendste Heiligtum der Muslime und das Zentrum der islamischen Welt. In der südöstlichen Ecke des mit schwarzem Stoff verhängten Gebäudes (bait Allah, arab. Haus Gottes) ist der als heilig verehrte Schwarze Stein vermauert, der als "baraka", "mit göttlichem Segen behaftet", gilt. Dieser geht, wenn die Gläubigen den Stein berühren, auf sie über.

Jeder Muslim sollte die Reise nach Mekka einmal im Leben unternehmen, sofern es ihm seine Gesundheit und seine finanziellen Verhältnisse gestatten. Man unterscheidet die kleine Pilgerreise ('umra), die individuell und jederzeit erfolgen darf, und die große (hadsch), die während des letzten Monats des Jahres, des Pilgermonats Dhu l-Hidschdscha, in der Gemeinschaft der Glaubensbrüder anzutreten ist. Der Pilger darf danach den Ehrentitel “Hadschi“ führen. Die Wallfahrt dauert drei Tage. Ihre Rituale folgen einem genauen Reglement, an dessen Beginn der Eintritt in den “Weihezustand“ (ihram) steht. Der Gläubige legt das weiße, ungenähte Pilgergewand an und verzichtet damit symbolisch im Angesicht Gottes auf alle Merkmale seiner diesseitigen Existenz. Zu den wichtigsten Zeremonien gehört u.a. das siebenmalige Umwandern der Ka'ba sowie die im Laufschritt zu absolvierende Wanderung zu den nahe gelegenen Hügeln Safe und Marwa (sa’y). Diese findet in Erinnerung an die mit ihrem Sohn Ismail - dieser gilt als der mythische Stammvater der Araber - in der Wüste umherirrende Hagar, Abrahams zweite Frau, statt. Während der mehrtägigen Hadsch erfolgen auch Gebete, Anrufungen und Meditationen in der Ebene von ’Arafat - mit dem Ausruf "labbaika" (arab. Da bin ich!) begibt sich der Pilger ganz in die Hand Gottes. Gegen Ende der Wallfahrt steht für alle Gläubigen das Pilgeropfer an. In Gedenken an Abraham, der bereit war, Gott seinen Sohn zu opfern, schlachtet jeder Pilger ein Schaf oder eine Ziege.

Der Dschihad
Gelegentlich wird als sechste Säule der als "Heiliger Krieg" fehlübersetzte und oft missinterpretierte Dschihad erwähnt. Tatsächlich bedeutet der Begriff soviel wie “Anstrengung auf dem Weg Gottes (dschahada, arab. sich bemühen). Damit ist eigentlich das persönliche Streben nach sittlicher Vervollkommnung gemeint. Dies kann sich auch in sozialem oder politischem Engagement äußern, sogar im bewaffneten Kampf zur Verteidigung bzw. Verbreitung des Islam, dessen Lebensordnung als universal gültig empfunden wird.

Nach der mittelalterlich-islamischen Gesellschaftstheorie ist die Welt in islamische Gebiete, das “Haus des Islams“ (dar al-islam) und nichtmuslimische Territorien unterteilt. Letztere gelten als das “Haus des Krieges“ (dar al-harb) bzw. in Friedenszeiten als das “Haus des Vertrags“ (dar al-'ahd). Der Einsatz für den Islam, u.U. auch als bewaffnete Auseinandersetzung in diesen Ländern ist zwar Pflicht der Gemeinschaft, nicht jedoch des Einzelnen. Auch muss ihr nicht permanent Genüge getan werden. Außerdem gilt ein Gebiet bereits als “Haus des Islams“, wenn ein Muslim nach den Richtlinien des Islams dort leben und seine religiösen Pflichten erfüllen kann, selbst wenn die Mehrzahl der Einwohner und der gesamte Staat einer anderen Religion angehören.

Als Angriffskrieg darf der Dschihad nur von einem Nachfolger des Propheten geführt werden. Da von diesen heute keiner mehr lebt, ist er lediglich als Verteidigungskrieg der islamischen Gemeinschaft - für die Rechte Gottes und den muslimischen Glauben - erlaubt und wird auch nur dann zur Pflicht, wenn der Imam dazu aufruft und eine offizielle Kriegserklärung ausgesprochen wurde.

Die Moschee
Die Moschee (masdschid, arab. der Ort, an dem man sich niederwirft) ist für Muslime der Ort des gemeinschaftlichen Gebets. Vom Minarett, dem Moscheeturm, ruft der Muezzin zum täglichen Gebet. Die erste Moschee soll Muhammad neben seinem Wohnhaus in Medina als Gebetsplatz für die Gläubigen eingerichtet haben. Gleichzeitig ist die Moschee aber nicht nur religiöses, sondern auch wichtiges gesellschaftliches und politisches Zentrum, ein Ort von Verwaltung, Rechtssprechung, Versammlungen, Asyl usw. Daher entstanden in ihrem Umfeld karitative Einrichtungen wie Hospitäler, Armenküchen oder Altenheime und theologische Lehrstätten, so Bibliotheken, Schulen oder Universitäten (medresen). Häufigster Bautypus ist die sog. Hof- und Hallenmoschee. Sie besitzt einen Arkadenhof mit darin befindlichem Brunnen für die kultische Waschung und einen mehrschiffigem in Richtung Mekka orientierten Betsaal. In diesem kennzeichnet eine Nische (mihrab) die Gebetsrichtung gen Mekka (qibla). Rechts davon befindet sich der minbar (Erhöhung), ein Treppenpodest, von dem aus ein Religionsgelehrter (chatib) während des Freitagsgottesdienstes die Predigt (chutba) hält. Vorbeter des gemeinsamen Gebets und Leiter der religiösen Gemeinschaft ist der Imam.