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| Gebetsteppich |
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Rechteckig, dem Muster entsprechend aus verschiedenfarbigen Einzelteilen von mehr oder minder stark aufgerautem Wolltuch mosaikartig zusammengesetzt. Die mit den Konturen des Musters identischen Nähte sind besetzt mit angelegten Seidenschnüren, die auch die Binnenzeichnung bilden. In dem von Flechtbandornament eingefassten Hauptfeld erscheint an einer Schmalseite als Abschluss der leeren braunen Mittelfläche ein Kielbogen, von dessen Scheitel eine Lampe herabhängt; diese einseitige Ausrichtung wird jedoch durch Abschrägung und Verzierung der entgegengesetzten Ecken wieder gedämpft (Doppelnischentypus). In den mattblau ausgelegten Eckzwickeln Ranken mit Nelken, Tulpe, Rosen. Die beidseitig von reziproken Zinnenfriesen (aus Palmettenformen) gerahmte Bordüre zeigt angeschnittene Kartuschen von wechselnder Farbigkeit, gefüllt mit Tulpen und Rose bzw. in den Ecken Nelken und Rose; in den Zwischenfeldern je zwei dreipassförmige Schlingen. Der hellbraune Randstreifen an den Längsseiten mit blassgrüner, brettchengewebter Borte eingefasst, etwas gröbere und mit Schussfransen versehene Borte als Besatz an den Schmalseiten. Für die Farbkomposition sind zwei Brauntöne, drei Rottöne, vier Blautöne, vier Grüntöne, ein Gelbton verwendet. - Das (jetzt abgetrennte) Futter zusammengesetzt aus umlaufenden Randstreifen in Rostrot (gestückelt) und gelbem Mittelteil. Als Anlegeschnur zwei parallel liegende Zweifach-Zwirne (Z) aus weißlicher Seide bzw. bei den Blättern in den Ecken der Bordüre aus hellblauer Seide, niedergenäht mit hellem bzw. hellblauem, seidenem Zweifach-Zwirn (Z). Als Futter gelber bzw. rostroter Halbseidenkettatlas mit Baumwollschuss, das gelbe Gewebe mit gelb/blauer bzw. blauer Webekante, B 6.00 bzw. 3.00 mm. Webebreite 63.00-63.50 cm, rostrotes Gewebe mit weiß/rostrot/weißer Webekante, B 8.00 mm.
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Erhaltungszustand: Konturfaden stellenweise verloren, Schäden durch Mottenfraß. 1965 wurde das Futter abgetrennt und gewaschen, lose Konturfäden des Wollmosaiks wurden fixiert, die Löcher mit passend eingefärbtem Stoff hinterlegt.
Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 257: "1 braun Tüchener Tepig rings umher mit einer Einfaßung von Fleckel Arbeit, allerhand Farben, mit roth und gelbem Atlas gefüttert."
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Literatur:
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Der Teppich ist aus verschiedenfarbigen Stoffteilen mosaikartig zusammengesetzt und zeigt Blumen und eine Moscheeampel.
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Zoom
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Gebetsteppich Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 192 Stilrichtung: Osmanisch, verwendetes Wolltuch vielleicht englischer Herkunft Datierung: 17. Jh. Maße: L (ohne Fransen) 188.00 cm, B 126.00 cm, L der Fransen ca. 14.00 cm Material: Wolltuch; Seide; Seidenzwirn; Halbseidenkettatlas; Baumwollgewebe
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