Halbkugelförmiger Kessel aus getriebenem Kupfer mit einem kleinen zentrischen Loch im Boden und einer etwas nach innen eingezogenen Öffnung. Über diese und etwa 4.00 cm über den äußeren Kesselrand ist das Paukenfell aus Tierhaut gezogen, am Rand gelocht und rundum über die Leibung gespannt mittels einer dichten Verschnürung aus unregelmäßig eingerollten Eselshautstreifen, die mit einem horizontal um die Kesselmitte sowie ringförmig um den Boden gelegten Streifen kreuzweise verflochten sind. Darüber ist ein zweites, z.T. kongruentes Geflecht aus eingedrehten braunen Lederstreifen gespannt und an einem um den äußeren Kesselrand gelegten und gelochten Lederband (B ca. 4.00 cm) festgemacht.
Erhaltungszustand: Beide Verschnürungen sehr schadhaft; stellenweise verschoben, gelockert, aufgelöst und z.T. abgerissen; mehrfache Fehlstellen; u.a. fehlt an dem Lederband am oberen Kesselrand ein ca. 30.00 cm langes Stück.
Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 89: "1 kleine kupferne Paucke ohne Fuß." - Wohl eine von den im "Badisch-Sachsen-Lauenburgischen Bestandsinventar" von 1691 aufgeführten "2 Paar Türck. paucken, so den 10. Januar 1691 von Wien kommen". download PDF
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Pauke Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 239 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: 2. Hälfte 17. Jh. Maße: Kessel: H 36.00 cm, Dm 52.00 cm, Dm (Öffnung) 47.00 cm Material: Kupfer; Tierhaut; Eselshaut; Leder
Verstummte das Spiel der Feldmusik, so nahm dies die kämpfende Truppe als Zeichen, dass die Schlacht verloren ging. Der Sieg Ludwig Wilhelms bei Slankamen wurde - so die Legende - dadurch mitentschieden, dass die Militärkapelle dem tödlich verwundeten Großwesir zu Hilfe eilte und deshalb zu spielen aufhörte.
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