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Schärpe
Die Schärpe besteht aus sechs dunkelroten Schnüren (die eine Schnur nur zum Teil erhalten), welche geschlossene Schlingen bilden, dabei durch 13 kleinere und größere, z.T. verschiebbare Riegel in größeren Abständen gebündelt werden. Eingehängt ist eine einzelne, von vier kleinen (fixierten) Riegeln zusammengehaltene Schlinge, die in einem geflochtenen Medaillon (L 6.50 cm) mit angehängter Quaste endet. Die Schnüre sind aus (S)-gezwirnter roter Seide, die Riegel ringförmig aus Metallfaden (vergoldeter Silberdraht (Z) um gelbe Seidenseele) geflochten. Stärkere Fäden (ein Leinenzwirn, um den ganz dicht ein Metallfaden aus vergoldetem Silberlahn (S) um gelbe Seidenseele gewickelt ist) sind für das gleichwohl flächig gehaltene Medaillon verwendet: Die Fäden bilden, zu einem Zopf geflochten, von daneben gelegten Fäden eingefasst, lockere bandartige Kombinationen, die durch die Verflechtung zum Medaillon zusammengehalten werden. Quastenknopf aus gleichem Metallfaden wie die Riegel geflochten. Fransen aus Schlingen von roter Seide, (S)-Zwirn, und Metallfaden (vergoldeter Silberlahn (S) um gelbe Seidenseele).

Erhaltungszustand:
Die eine der sechs großen Schlingen unvollständig. Ein Riegel (an der eingehängten Schlinge) scheint zu fehlen. Metallfaden oxydiert.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 220: "1 Türckische roth seidene Schürpffe mit 13 Schüber und einer Schlauffe von Gold-Dratt." - Zu identifizieren mit Nr. 30 der "Consignation" nach 1721 (GLA 47/1998) "1 Rothe Ungarische Schirpen". - Schürpffe, Schirpen = Schärpe.
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 254



Die Schnüre der Schärpe sind aus roter Seide, die des geflochtenen Medaillons aus Leinenzwirn mit Metallfäden.
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Schärpe
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 71
Stilrichtung: Ungarisch oder osmanisch
Datierung: 2. Hälfte 17. Jh.
Maße: Schärpe: L ca. 380.00 cm; eingehängte Schlinge samt Fransen: L 105.00 cm
Material: Seide; Vergoldeter Silberdraht; Seidenseele; Vergoldeter Silberlahn

 

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