Karlsruher Türkenbeute - Link zur Homepage
   
SammlungThemenreisenKunst & KulturWissenInformation
Ludwig WilhelmHoheitszeichenRüstzeugReitzeugWaffenAlltagSchriftkunst
zum Chat
zur Registrierung
zum login
technische Spezifikationen
Mein Virtuelles Museum
XML readout
diese Seite drucken
diese Seite mailen
Zwei Handpauken (nakkare)
Kegelstumpfförmiger Kessel aus getriebenem Kupfer mit flachem, in der Mitte schwach nach außen gebuckeltem Boden und einer etwas eingezogenen, außen mit einem mehrteiligen Holzkranz (B ca. 1.50 cm) umrandeten Paukenöffnung. Über diese ist die ungefärbte, am umgelegten Rand durchlöcherte Tierhaut mittels eines Geflechtes aus z.T. doppelten Lederstreifen gespannt, die kreuzweise um die Leibung gelegt und um einen Bodenring geflochten sind; kleine, in das Ledergeflecht eingesteckte Holzstücke dienen zur besseren Spannung des Paukenfelles bzw. zur Feinabstimmung der unterschiedlichen Tonlage des ansonst gleichgestalteten Paukenpaares, wobei auf dem tiefer gestimmten Instrument die Hauptschläge und auf dem zweiten die höheren rhythmischen Schläge ausgeführt werden. An einer der beiden Handpauken zwei spiralig gedrehte Lederschlaufen (zur Befestigung am Sattel); eine von diesen ist mit Riemchen im Spanngeflecht der anderen (original?) verknotet. Der dreiteilig geschnittene, oben feingelappte Schutzüberzug aus dünnem Leder mit Biesennähten ist mit einem durchgezogenen Faden um den Kesselrand festgezogen. Außerdem erhalten: zwei runde Schutzkappen für das Paukenfell aus dunkelrotem Leder mit angenähten, den Kessel überlappenden Randstreifen (B ca. 4.50 cm); auf der Kappe außen jeweils zwei sich überkreuzende Zierwülste; von den Lederriemchen zum Festziehen der Kappen nur Reste erhalten.

Erhaltungszustand:
Insgesamt starke Gebrauchsspuren. Am fleckigen Paukenfell ist die Porenschicht stellenweise abgenützt. Das lederne Spanngeflecht z.T. schadhaft und ausgerissen. Der Schutzüberzug mit einem (original eingesetzten) segmentförmigen Flicken ist besonders über den sich durchdrückenden Lederbändern und Holzstücken stark abgewetzt, stellenweise durchlöchert und mehrfach ausgerissen.

Alte Inventare:
Aus der ehemaligen markgräflichen Rüstkammer der Karlsburg zu Durlach. - Wahrscheinlich identisch mit dem im "Inventarium Uber Die Fürstliche Rüst Cammer zu Carlsburg" (GLA 47/696) von 1680 unter anderen Türkenbeutestücken aufgeführten "Ein Kupfern baar kleine Paukhen". - Zweifellos identisch mit dem laut Inventareintrag "den 18ten Septembris ... Anno 1688 im Fürstlichen Schloß Carolsburg eingepackte" und nach Basel verbrachten "Ein Paar Türckhische Pauckhen." - Das im "Basel Inventarium" von 1773 (GLA 47/693) aufgeführte und 1799 nach Karlsruhe zurückgebrachte "1 par Türkische Pauken".
download PDF

Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 238
 Petrasch 1952, S. 654
 Karlsruhe 1955, Nr. 399



Kleine Doppelpauken wie diese gehörten zum Instrumentarium der Janitscharenkapelle (mehterhane).
Zoom
Die Spezialdarstellungen benötigen folgende Plugins
Handpauken
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: G 36
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 2. Hälfte 17. Jh. (vor 1680)
Maße: Dm 24.00 cm; H 15.50 cm
Material: Kupfer; Holz; Tierhaut; Leder

 

Startseite dieser Exponatkategorie
blättern: vorheriges Exponat blättern: nächstes Exponat
Experteninformation
 
Derzeit läuft ein Chat zum Thema "Orientalismus" 1 User befinden sich im Chatroom.  mitchatten
Registrierung Registrieren  login
© 2003 Badisches Landesmuseum Badisches Landesmuseum, Karlsruhe in Kooperation mit ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, gefördert
von der Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH; Idee und Konzept Tom Fuerstner; Umsetzung FOX Mediadesign. Rechtliche Hinweise