Flasche in konischer Beutelform, aus zwei steifen Lederstücken zusammengenäht: gewölbter Vorderteil und flaches Rücken-Bodenstück; entlang der am Hals der Rückseite zusammenlaufenden Nähte eine Einfassung aus einem blaugefärbten, mit roten Ramiefäden festgenähten Lederstreifen; der Ausgussmund gleichfalls mit Leder eingefaßt. Die gesamten Außenflächen sind mit rotem Seidensamt überzogen und geschmückt mit reicher Stickerei auf dünner Lederunterlage in Anlegetechnik aus z.T. vergoldetem Silberdraht: Auf der Vorderseite achsensymmetrisch aufsteigende Blattranken mit großen, aus Blättern komponierten Lotosblüten und anderen stilisierten Blüten; am Rücken eingepasstes, spitzovales Füllstück aus entsprechenden Blattranken und Blüten; entlang der eingefassten Nähte ein Fries aus stilisierten Blüten. Am Hals zwei Lederschlaufen für die abgerissene, nur in Resten erhaltene, aus roter Seide geflochtene Tragschnur. Der Stöpsel fehlt.
Erhaltungszustand: Die Stickerei stellenweise schadhaft. Der Samt z.T. verschlissen. Die blaue Farbe der Ledereinfassung stellenweise abgerieben.
Alte Inventare: "Großherzogliche Gewehr Kammer" Karlsruhe 1835, (GLA 56/4118) S. 1, Nr. 6: "Eine Flasche von Leder mit rothem mit Gold und Silber gestiktem Sammet überzogen. (:wahrscheinlich türkisch:)". - Wohl identisch mit der im "Basel Inventarium" von 1773 (GLA 47/693) fol. 255, aufgeführten und 1799 nach Karlsruhe zurückgebrachten "1 Türkisch lederne Flasche mit Carmoysin Sammet überzogen, und Goldgestikt". download PDF