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| Mütze |
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Wie die präsentierten Mützen Inv. D 205, D 206 besteht auch diese aus schwarzbraunem Filz mit regelmäßig eingezogenem Flor. Die pilzartige Form ähnelt derjenigen von Inv. D 206 , weist jedoch jetzt einen stärker abgesetzten, kleineren und wulstartigen Kopfteil auf, dessen Oberseite um 1.80 cm vertieft ist. Der aus Mohair- oder Kaschmirwolle bestehende Flor ist am unteren Rand ein Stück weit nach innen geführt und mit Wollfäden umstochen. Die Mütze kam mit der Schwarzwaldsammlung des Oskar Spiegelhalder, die am 9.10.1909 vom badischen Staat angekauft wurde, in die Großherzogliche Sammlung für Altertums- und Völkerkunde, die Vorgängerin des Badischen Landesmuseums. Spiegelhalder hatte die Mütze um 1900 als Bestandteil einer bäuerlichen Frauentracht in Urach im Hochschwarzwald gekauft (siehe die Abbildung bei Albert 1909). Umfragen ergaben jedoch, dass sich weder im Schwarzwald noch sonst im deutschen Sprachgebiet eine Mütze dieser Art erhalten hat oder aus anderen Quellen nachweisen lässt. Auch wäre die beim Filz festgestellte Verwendung von Mohairwolle für ein Schwarzwälder Erzeugnis ganz ungewöhnlich. Dagegen stimmt die Mütze in Material, Technik und Form so weit mit den Mützen der "Türkenbeute" und hier präsentierten Inv. D 205, D 206 überein (siehe Vergleichsstücke), dass sie von gleicher Herkunft wie diese sein muss. Entweder wurde sie der markgräflichen Türkenbeute im 18. Jh. entfremdet, oder sie gelangte als persönliches Beutestück eines Schwarzwälder Feldzugsteilnehmers, vielleicht auch durch einen kriegsgefangenen Türken hierher.
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Erhaltungszustand: Verblichen. Im unteren Teil zwei Risse, davon der eine geleimt. Inwendig jetzt stark verklebt. Flor oben am Kopf abgeschabt. Um den unteren Kopfteil war offenbar einmal ein Band oder ähnliches geschlungen. Im Innern an zwei gegenüberliegenden Stellen Reste von hier angenähtem schwarzem, geflochtenem Band.
Alte Inventare:
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Literatur:
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Die Mütze besteht aus schwarzbraunem Filz mit regelmäßig eingezogenem Flor aus Mohair- oder Kaschmirwolle.
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Mütze Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: Sp. 1271 Stilrichtung: Osmanisch oder von einer der osmanischen Hilfstruppen stammend Datierung: 17. Jh. Maße: H ca. 16.50 cm, H des Kopfteils ca. 6.00 cm, Dm ca. 30.00 cm, Dm der oberen Kuppe 12.00 cm, jetzige Stärke von Filz und Flor 1.50 cm Material: Filz; Mohair; Wollfaden
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