|
|
 |
Von der reichen Ausrüstung und Kleidung der osmanischen Soldaten sind einige lederne Leibgurte oder Trageriemen - entweder mit metallenen Zierbeschlägen versehene oder bestickte Exemplare - erhalten, mehrere Paare von Lederschuhen, sowie drei unterschiedlich geformte Filzmützen, die der heutigen Forschung noch Rätsel aufgeben.
Einen kleinen Einblick in die Ess- und Trinkkultur der Osmanen eröffnen die Feldflaschen, Becher und Löffel der Sammlung. Letztere zeichnen sich durch florale Goldmalerei aus, und bei einigen finden sich sogar bunt schillernde, in Lack eingebettete Perlmuttstückchen sowie Gold- und Silberblättchen. Von den Musikinstrumenten, welche die osmanischen Militärkapellen mit ins Feld führten, sind noch verschiedene Pauken vorhanden.
Bei feierlichen Handlungen, z.B. dem Gebet, sowie im täglichen Leben der Orientalen, etwa bei der Einrichtung der Wohnhäuser, haben seit alter Zeit Textilien eine besondere Rolle gespielt. Als Material diente vor allem Seide, oft auch in Form von Samt. Für die stärker strapazierten Teile benutzte man Baumwolle. Die Motive der Textilien, die sich durch ihre ausgeprägte Buntfarbigkeit auszeichnen, sind häufig der Pflanzenwelt entnommen, so Tulpen, Nelken, Rosen und Lilien.
Eine Besonderheit sind die reichen Gold- und Silberstickereien. Mit ihnen werden Sättel, Schabracken, Köcher, Feldflaschen und anderes mehr verziert. Der Metallfaden besteht in der Regel aus mehrfach gebündelten, manchmal vergoldeten Silberdrähten. Farbige Akzente werden mit Seide gestickt, wobei der Seidenfaden meist von Metalldraht oder -lahn umwunden ist. Mit größter handwerklicher Sorgfalt sind sogar kleinste Einzelheiten ausgeführt. |
|
 |
 |

Unter den Musikinstrumenten, welche die Osmanen mit ins Feld führten, waren vor allem verschiedene Schlaginstrumente, die auch in der Janitscharenmusik eine wichtige Rolle spielten.
Katalogtext |
 |
| |
|
|
|
 |