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| Streitkolben (topuz) www.tuerkenbeute.de/sam/sam/sam_hoh/D242_02_de.php |
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Der Schlagkopf besteht aus acht radial aufgesetzten, segmentförmigen Schlagblättern aus vergoldetem Silber mit überstehendem, mehrfach gelapptem, graviertem Rand und durchbrochener Arabeskenfüllung. Brauner Holzschaft mit rundem, nach oben zu verjüngtem Querschnitt, an beiden Enden des Mittelstücks jeweils dreifach gerillt. Der übergestülpte Schaftschuh als Handhabe und die gleichfalls mit zwei Messingstiften fixierte Tülle für den Schlagkopf aus vergoldetem Silber (Vergoldung stellenweise abgerieben); darauf in jeweils acht Längsstreifen gravierte und ziselierte Blatt- und Blütenranken in regelmäßiger Reihung vor gepunztem Grund; die gleichen feingezackten "saz-Blätter" bilden eine Wellenranke auf den schmalen, ringförmig überstehenden Einfassungen der beiden Beschläge mit je einer halbkugeligen Kappe. Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 96: "1 Regiments Staab, oben und unten schwehr mit Vergolden Silber beschlagen." - Vielleicht identisch mit dem im Nachlassinventar des Markgrafen Hermann" von 1691 aufgeführten "Ein türck.pusican" und Nr. 57 der "Consignation" nach 1721 (GLA 47/1998): "1 Bustigam mit Silber am Knopf vergoldt". Literatur: Karlsruhe 1991, Nr. 156 Karlsruhe 1955, Nr. 496 Petrasch 1957, S. 562 mit Abb. Uhlemann 1971, S. 97, Abb. 8 Karlsruhe 1976 b, Nr. 255 Petrasch 1977, Nr. 43 Bruchsal 1981, Nr. K 15 Frankfurt 1985, Nr. 11/12 |
![]() Der Streitkolben war im osmanischen Reich sowohl Waffe als auch Hoheitszeichen und Emblem von Rang und Würde. Daten & Fakten: Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 242 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: 2. Hälfte 17. Jh. Maße: L 63.00 cm; Schlagkopf: L 10.00 cm, größter Dm 8.00 cm; Schaft: Dm 3.20-2.70 cm; Tülle: L (mit Kappe) 23.00 cm; Handhabe: L (mit Kappe) 16.50 cm Material: Vergoldetes Silber; Holz; Messing |