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Osmanische Hoheitszeichen zählten bei den christlichen Heeren zu den begehrtesten Kriegstrophäen. Bei den kleineren Fahnen handelt es sich um Abzeichen verschiedener Truppeneinheiten. Gelegentlich sind darauf Symbole, wie etwa das doppelklingige Schwert Muhammads (zülfikar), dargestellt. Wahrscheinlich ist dies das Emblem der Janitscharen, die Fahne folglich ein Banner eines Janitscharencorps. Einen nicht näher bekannten militärischen Verwendungszweck besaß auch die Große Fahne aus roter Seide, die mit einer kalligrafischen Version des islamischen Glaubensbekenntnisses sowie mit Koranzitaten dekoriert ist. Nach alter, aber unbelegter Überlieferung stammt sie aus der Schlacht von Slankamen und soll die Fahne des osmanischen Oberbefehlshabers gewesen sein. Der Rossschweif (tuğ), eine Art Standarte mit bunten Pferdehaarbüscheln, war ein Würdezeichen. Anfänglich als Kennzeichen für den Standort des Reiterführers gedacht, wurde er im Laufe der Zeit zu einem Symbol der Staatsmacht und zu einer Ranginsignie. Die Anzahl der Rossschweife, die ein Würdenträger führen durfte, kennzeichnete seine Stellung innerhalb der Reichshierarchie. So standen höheren Beamten ein bis drei, dem Großwesir fünf und dem Sultan sechs, höchstens neun Rossschweife zu. Bei Paraden trug man dem Befehlshaber Fahnen und Rossschweife voran, im Feldlager waren sie vor seinem Zelt aufgepflanzt. Der Streitkolben (topuz) entwickelte sich im Laufe der Zeit von einer Angriffswaffe zu einem Hoheits- und Standeszeichen, dessen sich nicht nur die Türken bedienten. Unter ihrem Einfluss verbreitete sich die dort als Buzogan bezeichnete Waffe auch in den christlichen Ländern Ost- und Mitteleuropas.
Hoheitszeichen/Albertina, Grafische Sammlung, Wien

Osmanische Hoheitszeichen, wie etwa Fahnen und Rosschweife, gehörten bei den europäischen Heeren zu den begehrtesten Trophäen. Jede osmanische Truppeneinheit besaß ihre eigen Fahne, die an einer von Ausfätzen bekrönten Fahnenstange hing.
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