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Die Herkunft der Rüststücke, welche die Überlieferung dem persönlichen Besitz des Markgrafen Ludwig Wilhelm zuschreibt, ist mehr oder weniger gesichert. Keinerlei Zweifel bestehen bei dem Kürass mit "Pückel Haub“, der wohl kostbarsten "Reliquie“ des Türkenlouis. Der Einschuss auf der rechten Brustseite rührt von einer abgeprallten Musketenkugel her, von der Ludwig Wilhelm in einem Gefecht am 24. April 1703 bei Vimbuch getroffen wurde. Dieser Kürass ist auch auf einem zeitgenössischen Druck von 1707 über die Leichenfeier des Markgrafen erwähnt und beschrieben. Einziger Schmuck des Rüststückes ist der Orden vom Goldenen Vließ in feuervergoldeter Gravierung auf dem Brustpanzer. Einen derartigen Doppelkürass mit Brust- und Rückenstück aus gebläutem Stahl benutzte im 17. Jh. nur noch die schwere Reiterei. Zum Kürass des Türkenlouis gehört die als Kopfschutz allgemein gebräuchliche sog. ungarische Sturmhaube, die "Zischägge“, deren Naseneisen und Nackenschutz beweglich waren. Ihre eigenartige Form ist der orientalischen Reiterhaube nachgebildet, die auch von den Osmanen getragen wurde. Die postume Zuschreibung der Schabracke an Markgraf Ludwig Wilhelm ist nicht ganz problemlos. Zwar machen ein Eintrag im Inventar zum fürstlichen Marstall von 1771 sowie das Spiegelmonogramm (LWB) die Zuweisung glaubhaft. Allerdings ist die darüber erscheinende Grafenkrone unzutreffend, und hier wäre ein Fürstenhut zu erwarten, wie er auf seiner Standarte über dem Spiegelmonogramm der Initialen erscheint. Die Rückseite der Standarte zeigt einen Tierkampf und das lateinische Motto des Türkenlouis, "Die mutige Kraft verjagt und zerschlägt das Schwierige.“ Auch die übrigen Teile der Feldausrüstung, die Stulpenhandschuhe, der Regimentsstab und der Reitersäbel werden in alten Dokumenten des 19. und 20. Jhs. als persönlicher Besitz Ludwig Wilhelms beschrieben. Möglicherweise erfolgte ihre Identifikation anhand von bildlichen Darstellungen.
Ludwig Wilhelm zu Pferde/Generallandesarchiv

Der badische Markgraf, der seit 1683 am Türkenkrieg teilnahm, erhielt 1689 als kaiserlicher General-Feldmarschall das Oberkommando über die gesamte in Ungarn kämpfende habsburgische Armee und behielt es bis zu seiner Abberufung an den Oberrhein 1692.
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