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Schabracke (Wolltuch mit Drahtstickerei)
Trapezförmig, aus aufgerautem rotem Wolltuch mit Drahtstickerei und Futter (heute abgetrennt) aus gelbem Halbseidenkettatlas mit Baumwollschuss, dazwischen Einlage aus kräftigem naturfarbenem Baumwollgewebe. Lag über der Kruppe des Pferdes. In unendlichem Rapport bedeckt mit einem aus Blättchen und Punkten gebildeten Kästchenmuster, gefüllt mit übereck gestellten Quadraten; am Rand eingefasst von Zickzackband mit wechselständigen Tulpen (ausgeprägte Eckbildung). In der Mitte nachträglich eingesetzt ein unregelmäßig abgerundetes Feld, darin ein Zwölfpass, gefüllt mit sieben einzelnen größeren Kästchen, umgeben von Streupunkten. Das Wolltuch original aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Stickerei aus silbervergoldetem und silbernem Draht in Kordeltechnik über Unterlage aus hellen Baumwollfäden (Z). Das Futter, aus gelbem, siebenbindigem Halbseidenkettatlas mit rötlich-naturfarbenem Baumwollschuss (Z) von ca. 67.00 cm Webebreite mit Webekante (B 1.00 cm) in Rosa und Gelb, weist wie die Oberseite ein in der Mitte eingesetztes Feld auf. Jenes Mittelfeld mit Zwölfpass entspricht zwar formal - siehe Kästchenmotiv - der Schabracke, muss aber ursprünglich an anderer Stelle gesessen haben: Wahrscheinlich zierte es die Sitzfläche des dazugehörigen Sattels. Da das Futter einen entsprechenden Einsatz aufweist, könnte die Reparatur schon für den türkischen Besitzer erfolgt sein. Doch ist der Befund durch spätere Restaurierungen verunklärt.

Erhaltungszustand:
Wolltuch vor allem im Mittelfeld stark mottenzerfressen. Zwölfpass unvollständig, auch sonst Stickerei stellenweise ausgefallen. 1974 wurde das Futter abgetrennt und gewaschen; nach einer Reinigung der Metallstickerei wurde der Oberstoff auch gewaschen und seine Fehlstellen mit entsprechend eingefärbtem Baumwollflanell unterlegt.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" Nr. 27 (GLA 47/1998): "1 Sattel Decke von rothem Tuch, durchaus reich mit Gold-Dratt erhaben gestickt, und mit einem Seiden-Zeug gefüttert."
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 40
 Karlsruhe 1955, Nr. 419



Stickereien aus silbervergoldetem und silbernem Draht in Kordeltechnik zieren das rote aufgerauhte Wolltuch.
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Schabracke
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 119
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 17. Jh.
Maße: L 96.40 cm, B 141.50-180.00 cm
Material: Wolltuch; Halbseidenkettatlas; Baumwollgewebe; Silberdraht; Vergoldeter Silberdraht; Baumwollfaden

 

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