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| Schabracke in Kelimtechnik |
Rechteckiger, aus Seide und Metallfaden gewebter gemusterter Teil, der über der Kruppe des Pferdes lag, sowie trapezförmige Sattellage aus gelbem Halbseidenkettatlas mit Baumwollschuss (dient auch als Futterstoff). Im gemusterten Teil sondern schmale Zwischenstreifen in Grün, Weiß, Rot und Metallfaden außen zwei rote Randstreifen ab und trennen im Hauptfeld 17 breite gemusterte Bahnen voneinander; in diesen vor goldenem Grund abwechselnd rotes Rautenmuster und Streumuster von gestuften weißen Rhomben, die Mittelbahn durch Streumuster von roten Rosetten ausgezeichnet. In Sattelnähe enden die Muster mit gestuften Zinnen in rotem Feld. In der Mitte ein mit braunem Leder gefasster Schlitz (B 6.80 cm) für den Schweifriemen. Die an die Sattellage anschließenden Ränder des Seidengewebes sind zunächst um 2.50 cm umgeschlagen; eine auch durch das Futter geführte rotbraune Seidenkordel fixiert das Ende des Umschlags. In kurzem Abstand folgt eine auch am hinteren Rand umlaufende brettchengewebte Besatzborte mit Fransen und Quasten. Seidengewebe mit Metallfäden (Seidenbrokat), mit Schlitzbildung an den Zinnen (Kelim-Technik). Die roten Felder und schmalen Streifen in abgeleiteter Leinwandbindung (Schussripscharakter); in Leinwandschusskompositbindung dagegen die breiten gemusterten Streifen, deren Rauten- und Streumuster durch den Metallschuss zusammen mit dem roten bzw. weißen Seidenschuss gebildet wird. Kettproportion in der Leinwandkompositbindung: 1 Hauptkettfaden zu 1 Bindekettfaden. Kettfäden laufen senkrecht zum Pferderücken. 11 Kettfäden/cm aus heller Seide, (S)-Zwirn. In gemusterten Teilen und schmalen Streifen mit Metallschuss: 23-28 Schüsse/cm aus roter bzw. weißer Seide, jeweils doppelt, sowie aus Metallfaden (silbervergoldeter Lahn, (Z), um gelbe Seidenseele, (Z); in übrigen Teilen: 46-48 Schüsse/cm aus roter bzw. grüner (jetzt gelber) bzw. weißer Seide in (S)-Zwirn. Webebreite ca. 94.00 cm. Borte (B 1.20 cm) in Brettchenweberei aus Metallfäden: vergoldeter Silberlahn (S) um elfenbeinfarbene bzw. gelbe Seidenseele; Fransen aus Schussschlingen, L 11.50-12.00 cm, mit eingehängten Quasten, L 6.00 cm, jeweils aus vergoldetem Silberlahn (S) um elfenbeinfarbene Seidenseele. Halbseidenkettatlas mit blaugrün-gelb gestreifter Webekante (B 7.00 mm). Kräftige Einlage aus Baumwollgewebe.
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Erhaltungszustand: Mehrere Quasten sowie eine Randkordel fehlen. Kleiner Riss und Loch im Seidengewebe. Einige dunkle Flecke. Restaurierung mit Spannstichen.
Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 272: "1 dito [Pferds Decke], reich von Silber, Gold, und Seiden gewürckt, mit seiden und goldenen Quästlen besezt, und gelben Atlas gefüttert." - Wohl identisch mit der laut "Inventar zur Prager Reise" 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) in den "Verschlag Nr. 14" hinzugepackten "1 türkisch pferd deken mit seiden, silber und gold".
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Literatur:
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Die Schabracke ist in Kelimtechnik aus Seide und Metallfaden gewebt und besitzt ein feines Muster aus Rhomben und Rosetten.
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Schabracke Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 127 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: Spätes 17. Jh. Maße: L (ohne Fransenborte) 141.00 cm, gemusterter Teil: lichte L (bzw. B) 92.50 cm, B (bzw. L) 185.50 cm Material: Seide; Seidenbrokat; Halbseidenkettatlas; Vergoldeter Silberlahn; Seidenseele; Baumwollgewebe; Metallfaden; Seidenkordel
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