Karlsruher Türkenbeute - Link zur Homepage
   
SammlungThemenreisenKunst & KulturWissenInformation
Ludwig WilhelmHoheitszeichenRüstzeugReitzeugWaffenAlltagSchriftkunst
zum Chat
zur Registrierung
zum login
technische Spezifikationen
Mein Virtuelles Museum
XML readout
diese Seite drucken
diese Seite mailen
Reitzeug mit Beschlägteilen (Blumenrankenrelief)
Bestehend aus Kopfgestell mit Zügel, Brust- und Schweifriemen. Sämtliche Teile (Zügel ausgenommen) aus dunkelbraunen Lederriemen; auf diesen sind in dichter Folge schuppenartige Zierbeschläge mit den Schlaufen ihrer Rückseiten aufgeschoben; die aus Silber gegossenen und vergoldeten Beschläge sind der Länge nach dreifach röhrenförmig gewellt und mit reliefierten Blütenranken verziert und passen mit ihren dreifach überlappenden bzw. eingezogenen Rändern in der Reihung fugendicht ineinander. Aus gleichem Material auch die im Dekor abweichenden (zugehörigen?) Buckelplatten am Kopfgestell, Brust- und Schweifriemen. Zum besseren Halt ist das gesamte Riemenzeug auf (erneuertes?) gelbes Sämischleder aufgenäht, das auf den von Beschlägen freien Teilen einseitig mit einem schmäleren Streifen aus hellgrünem Sämischleder belegt ist. Pferdekopfgestell ohne Gebiss; Kopfstück und das parallel zu diesem angeordnete Genickstück sind am Scheitel und beiderseits mit je zwei Kettchen verbunden. Über der Verbindung des Kopfstückes mit Stirn-und Backenriemen beiderseits eine rechteckige, nach hinten bogenförmig gelappte Schläfenplatte mit halbkugeligem Buckel, der mit reliefierten Blumenranken verziert ist. Am Stirn- und Nasenriemen je neun bzw. vier (ursprünglich fünf) Ringösen für Anhänger (die abgebildeten ursprünglich nicht zugehörig). Am Genickstück beiderseits Spangen für den (nicht erhaltenen) Kehlriemen oder -behang. Der dreiteilige Brustriemen ist über der Gabelung mit einer sechseckigen Buckelplatte (Dm 6.90 cm) besetzt, die mit reliefierten Tulpen in rautenförmigen und dreieckigen Feldern sowie am Scheitel mit einer aufgesetzten Rosette verziert ist. Die gleiche Buckelplatte mit einer sechseckigen Silberschlaufe auf der Rückseite zum Durchziehen der Riemen ebenso über der Gabelung des Schweifriemens, dessen Schlaufenansatz beiderseits mit der gleichen Zierplatte geschmückt ist wie das Kopfgestell. Der Zügel in Brettchenweberei mit kleinteiligem Rautenmuster aus lachsroter (verblichener) Seide und vergoldetem Silberlahn. Zwei in der Sammlung erhaltene, in Form und Dekor übereinstimmende, ursprünglich wohl zugehörige Riemenzungen (Inv. D 146e) bei Neumontierung des Reitzeuges nicht verwendet; ebenso ein lose vorhandenes, mit den beiden Schläfenplatten übereinstimmendes, nur geringfügig größeres Beschlägstück (3.80 cm x 4.80 cm).

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 57: "1 dito [Pferdt Kopf-Gestell] von grün Leder, woran 180 Stück Bucklen, Schnallen, und Bandeloquen von Silber, Vergold."
download PDF

Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 74
 Karlsruhe 1955, Nr. 436



Schuppenartige silbervergoldete Zierbeschläge auf dem Reitzeug zeigen die Einzigartigkeit osmanischer Goldschmiedekunst.
360° Darstellung
Zoom
Die Spezialdarstellungen benötigen folgende Plugins
Reitzeug
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 133
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 2. Hälfte 17. Jh.
Material: Leder; Vergoldetes Silber; Seide; Vergoldeter Silberlahn

 

Startseite dieser Exponatkategorie
blättern: vorheriges Exponat blättern: nächstes Exponat
Experteninformation
 
Derzeit läuft ein Chat zum Thema "Orientalismus" 6 User befinden sich im Chatroom.  mitchatten
Registrierung Registrieren  login
© 2003 Badisches Landesmuseum Badisches Landesmuseum, Karlsruhe in Kooperation mit ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, gefördert
von der Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH; Idee und Konzept Tom Fuerstner; Umsetzung FOX Mediadesign. Rechtliche Hinweise