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Pferdekopfgestell
Kopfgestell ohne Gebiss, Nasenriemen und Zügel. Braune Lederriemen (B 3.00 cm) mit einseitig aufgenähtem Band in Brettchenweberei mit Kettfäden aus hell- und weinroter, blauer, gelber und weißer Seide sowie aus Metallfäden (vergoldeter Silberlahn, (Z), um weiße Seidenseele) und Schussfäden aus weißer Seide (zweifach genommener (S)-Zwirn): Zwischen einer beidseitigen Linieneinfassung wechselt ein geometrisches Flechtband mit ungemusterten Abschnitten. Das Kopf- und das parallel zu diesem angeordnete Genickstück sind seitlich und am Scheitel mit insgesamt drei schmalen Bändern (L 3.50 cm bzw. 1.70 cm) aus Brettchenweberei von einfacherer Musterung verbunden. Am Genickstück beiderseits eine aus roter und gelber Seide sowie Metallfaden (vergoldeter Silberlahn, (S), um gelbliche Seidenseele) geflochtene Kordel mit Quaste als Kehlbehang. Der Stirnbehang (L ca. 22.00 cm) besteht aus je sieben beiderseits am Stirnriemen angenähten Schnüren aus roter und gelblicher Seide und wenig Metallfäden (vergoldeter Silberlahn, (S), um gelbliche Seidenseele), die sich in der Mitte gitterförmig überkreuzen und zu einem auf der Spitze stehenden Quadrat verflochten sind; sie enden nach unten in einem dichten Quastenbehang; die Spitzen des quadratischen Schnurgitters sind besetzt mit je einer überstehenden Rundscheibe, die aus vergoldetem Silberdraht, (S), um gelbe Seidenseele geflochten ist (seitliche Spitzen Dm 1.90 cm, untere Spitze Dm 2.30 cm); in der Mitte eine größere Buckelscheibe (Dm 3.30 cm) in gleicher Technik mit kleiner Koralle im Zentrum.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 61: "1 Kopf Gestell, Von Seiden und Silber gewürckt, mit Vier Schnallen von ganz schlechtem Silber, und einem Zier-Schild von geflochtener rother Seiden, mit Bucklen, Von Silber Dratt."
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 78
 Karlsruhe 1955, Nr. 440
 Schuette 1956, S. 10, Abb. S. 11



Für die Bänder in Brettchenweberei und den geflochtenen Behang wurden farbige Seiden- und Metallfäden (Lahne) verarbeitet.
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Pferdekopfgestell
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 135
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 2. Hälfte 17. Jh.
Material: Seide; Vergoldeter Silberlahn; Seidenseele; Leder; Vergoldeter Silberdraht; Korallen / Schmuckstein

 

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