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| Zierbeschläge von einem Prunkreitzeug |
Sieben Buckelscheiben (Inv. D 144 a): Die nur durch ihre Größe unterschiedlichen sieben flachgewölbten Rundscheiben aus getriebenem und vergoldetem Silber mit gezacktem Rand sind rosettenförmig besetzt mit je vier unregelmäßig runden bis ovalen, gefassten Perlmutt- und Türkisauflagen im Wechsel um einen zentralen gefassten Türkis; dazwischen in zweifach ringförmiger Anordnung je acht zierliche Rosetten, die inneren auf kurzen Stielen. In der silbernen Bodenplatte rückseitig drei freistehende Schrauben mit Muttern.
Stirnplatte (Inv. D 144 c): Die rautenförmige, scharnierartig flexible Stirnplatte aus vergoldetem Silber ist aus kurzen Hülsen (L 7.00 mm, Dm 3.00 mm) zusammengesetzt, die auf dünne, in ihrer Länge stufenweise zu- bzw. abnehmende Rundstäbe aus Silber aufgeschoben sind, wobei - jeweils reihenweise um eine Längsachse versetzt - paarweise aneinandergelötete Hülsen ein bewegliches Scharnierglied bilden und mit einer aufgelegten Rosette verziert sind; sie sind gleich den Buckelscheiben besetzt mit je vier, auf kurzen Stielen gefassten Perlmutt- und Türkisauflagen im Wechsel um einen zentralen, gefassten Türkis. Beiderseits eine vergoldete Silberkette mit gedrehten Gliedern, auf Scharnier mit Öse und großem Ring.
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Erhaltungszustand: Insgesamt erhalten: Zwei große und fünf etwas kleinere Buckelscheiben (Inv. D 144 a); fünf einzeln gefasste Türkise (Inv. D 144 b, Karlsruhe 1991, S. 159); eine große Nasen- oder Stirnplatte (Inv. D 144 c). - Die im Inventar erwähnten sechs Schnallen nicht vorhanden, ebenso fehlt einer der "6 Stück einzle Bucklen".
Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 82: "1 Türckisches Silber-Vergoldes Zaum Beschläg, bestehend in 7 Roßen mit Perlmutter und Türckis Steinen besezt. 6 Stück einzle Bucklen jede mit einem Stein. 6 Stück silber vergolde Schnallen ohne Stein, 1 Silber Vergoldes Naßen-Blatt, mit Gewerben, und Perlenmutter und Türckis garnirt, samt 2 dergl. Panzer Kettlen." - Zweifellos die Reste eines im "Schloßinventar Schlackenwerth" von 1685 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) mit türkischen und anderen Rüststücken aufgeführten "1 gantzes pferdgezeug von perlmutter und türckosen mit blauem sammet gefüttert" aus dem Besitz des Herzogs Julius Franz von Sachsen-Lauenburg, das mit gleichlautender Beschreibung auch im "Badisch-Sachsen-Lauenburgischen Bestandsinventar" von 1691 (GLA 46/4044) enthalten ist. - 1721 noch vollständig erhalten und im "Inventar zur Prager Reise" 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) unter "Verschlag Nr. 14" beschrieben als "1 pferdt zeig, als haubtgestell, vorder und hinderzeig, mit perlmutter und falschen dürkesten."
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Literatur:
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Die anmutigen Zierbeschläge sind mit runden bis ovalen gefassten Perlmutt- und Türkisauflagen besetzt.
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Zierbeschläge Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 144 a, c Stilrichtung: Osmanisch Datierung: 2. Hälfte 17. Jh. (vor 1685) Maße: Buckelscheiben: Dm 5.80 cm, Dm 5.30-5.40 cm; Stirnplatte: L 9.80 cm, B 8.50 cm; Kette: L je 11.30 cm Material: Türkis; Vergoldetes Silber; Silber; Perlmutt
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| Persische Steine |
| Nach einer im Mineralogischen Institut der Universität Karlsruhe durchgeführten Analyse der grünen Steine handelt es sich um natürliche Türkise, vermutlich persischer Herkunft. |
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