de Karlsruher Türkenbeute; Virtuelles Museum Sattel Sattel aus Siebenbürgen Die in die Zierbeschläge eingeschlagene Meistermarke GB (Georgius Belényesi) bezeichnet eindeutig den Herstellungsort des Sattels. Der Goldschmied war am Hofe des Fürsten von Siebenbürgen Michael I. Apafi tätig. Der einstige Besitzer darf daher im Umkreis des siebenbürgischen Fürstenhofes vermutet werden. Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Zentrum für Kunst- und Medientechnologien (DE) FOX Mediadesign (A, Vienna) Susanne, Erbelding Weiss, Judith 2003-Oct-07 Museum; Sammlung; Exponat Collection text/html Inv:D 154 http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/D91u92_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/G311_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/G645u646_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D130_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D145d_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_hoh/G37_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/G809_de.php http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_lou/GrosseTuerkenKriege_de.php http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_lou/TuerkenkriegeEuropa_de.php http://www.tuerkenbeute.de/the/the_son/ExOrienteLux_de.php Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Spätes 17. Jh. Siebenbürgisch Copyright 2003, ZKM Karlsruhe, BLM Karlsruhe, FOX Mediadesign - All rights reserved. Technische Angaben Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) D 154 Siebenbürgisch Spätes 17. Jh. Sattelbaum: L 46.00 cm, B 34.50 cm, H (mit vorderem Knauf) 33.50 cm; Seitenblätter: H 24.50 cm, B (unten) 33.00 cm Holz; Birkenrinde; Seidensamt; Leder; Baumwollfaser; Wolltuch; Vergoldeter Silberlahn; Seidenseele; Vergoldeter Silberdraht; Papier; Silberblech; Silber Erhaltungszustand Das Holz des Sattelbaumes stark wurmstichig und morsch; größere Fehlstellen, vor allem an den Kanten. Das Leder der Seitenblätter z.T. ausgerissen. Der Samt stark ausgeblichen, z.T. zerrissen; der Flor stark abgescheuert; an den Trachtenenden fehlt der Samt gänzlich, ausgenommen vorne rechts. Das rote Wolltuch ist ausgeblichen und abgescheuert; am Sitzkissen stellenweise zerrissen, Fehlstellen mit unterlegtem Ersatzstoff repariert; auf den Seitenblättern ist das Wolltuch nur in Resten erhalten. Die Metallfäden der Stickerei stark oxydiert, z.T. gelöst, größere Fehlstellen. Am Vordersteg fehlt der Zierbeschlag an der inneren Kante. Bei der Restaurierung in den Museumswerkstätten 1990 wurde das Holz des Sattelbaumes mit Kunstharz gefestigt, das rechte vordere Trachtenende ergänzt. Der z.T. gelöste und abgeblätterte Birkenrinde-Belag festgeklebt. Die starke Oxydation der Metallbeschläge wurde entfernt. Die durch eingeschlagene Nägel fast völlig verdeckten Meistermarken wurden freigelegt. Alte Inventare "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 7: "1 dito (Türckischer Sattel) mit einem alten roth Tüchenen Sitz-Polster mit 8 von Gold gestickten Blumen, hinten und Vorderhalb am Sattel braun mit Silber Vergolden Beschläg." - Vermutlich einer der im "Inventar zur Prager Reise" 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) unter "Verschlag Nr. 24" aufgeführten "2 türckische rotsambtene sattel mit silber beschlagen ohne steigbügel". - Offensichtlich identisch mit Nr. 37 der "Consignation" nach 1721 (GLA 47/1998): "1 Roth sameter Türckischer Sattel mit was Silber an Hindern und forderen Kopf wie auch dem ... Beschläg vergoldt."