de Karlsruher Türkenbeute; Virtuelles Museum Prunksattel Prunksattel mit Blattrankenrelief und Drahtstickerei Vom europäischen Sattel unterscheidet sich der osmanische Bocksattel durch die besondere Konstruktion des Holzgestells. Der hochgewölbte Sitz und die schräggestellten, auf den Rippen des Pferdes aufliegenden Schenkel oder Schienen halten das Rückgrat des Pferdes vom Gewicht des Reiters frei. Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Zentrum für Kunst- und Medientechnologien (DE) FOX Mediadesign (A, Vienna) Susanne, Erbelding Weiss, Judith 2003-Oct-07 Museum; Sammlung; Exponat Collection text/html Inv:D 157 http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D135_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D118_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D121_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D133_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rei/D132_de.php Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) 2. Hälfte 17. Jh. Osmanisch (?) oder ungarisch-siebenbürgisch (?) Copyright 2003, ZKM Karlsruhe, BLM Karlsruhe, FOX Mediadesign - All rights reserved. Technische Angaben Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) D 157 Osmanisch (?) oder ungarisch-siebenbürgisch (?) 2. Hälfte 17. Jh. Sattelbaum: L 48.00 cm, B 33.00, H (mit Knauf) 31.50 cm; Seitenblätter: H 26.50 cm, B 32.50 cm; Sattelblätter: H 36.20 cm, B (unten) 43.00 cm Holz; Seidensamt; Baumwollgewebe; Leder; Vergoldetes Messing; Silberlahn Erhaltungszustand Der rote Baumwollstoff im Sattelbaum z.T. abgerieben und zerrissen, vor allem an den Kanten. Der Samt partiell ausgeblichen, stellenweise faltig, insbesondere auf den Seitenblättern, und mehrfach zerrissen, vor allem am Sitzkissen; dort der Flor weitgehend abgescheuert, z.T. auch auf den Seiten- und Sattelblättern; deren Futterstoffe sind stellenweise zerrissen. Schadhaft und mehrfach ausgerissen auch das Flechtband an den Rändern der Seitenblätter und an den Kanten der Sattelstege; fünf Rosettenstifte fehlen. Die Ösen an den beiden hinteren Trachtenenden sind abgebrochen. Alte Inventare "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 13: "1 Sattel, Hinter und Vorderhalb am Baum mit Vergoldem Silber beschlagen, mit einem Siz-Küßen und Sattel Taschen von rothem Sammet vorauf 8 Stück Blumen von Silber und Gold gestickt, samt 4 Stück Silber Vergold Knöpfen auf dem Siz." - Vermutlich der im "Inventar zur Prager Reise" 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) unter "Verschlag Nr. 27" aufgeführte "1 türkischer satteln von rotem tuch mit Silber beschlagen". - Offensichtlich identisch mit Nr. 36 der "Consignation" nach 1721 (GLA 47/1998): "1 Roth Sammeter Türckischer Sattel mit Silber Beschlagen und vergoldt, worauf ein von goldt und Silber mit Laubwerckh und Türckischer arbeith gestickter Sitz".