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Sattelgurt
Brettchenweberei mit Kettfäden aus weißer, gelber, hellblauer, brauner, roter und rotvioletter Seide, in den beiden Endstücken (ca. 92.00 cm bzw. 29.50 cm lang, beim kürzeren Ende bis zur Umkehr der Brettchenweberei) auch Kette aus Metallfaden (mehrfach genommener vergoldeter Silberdraht in (Z)-Windung). Schussfaden aus weißer Seide. Der Länge nach dreigeteilter geometrischer Dekor, wobei das Muster (ursprünglich rotviolett) in den beiden äußeren, ungleich langen, mit Metallkettfaden versehenen Abschnitten übereinstimmt: Beiderseits zwischen mehrfarbigen feinen Randlinien ein intermittierender, gegenständiger Zackenfries; im breiten rotgrundigen Mittelstreifen wechseln - jeweils von gegenständigen stumpfen Winkeln mehrfach flankiert - größere, aus swastikaartig verschlungenem Bandwerk gebildete Rauten mit kleinen Doppelrauten. Im gelbgrundigen (60.00 cm langen) Mittelstück des Gurtes ähnlich gemusterte Randstreifen; zwischen diesen - jeweils im Abstand von ca. 9.00-12.00 cm - kleine, mit ihren Spitzen aufeinanderstehende Rauten, die beidseitig von einem dichten Fries paralleler und gleichgewinkelter Zickzack-Linien in Rot gegenständig eingeschlossen werden. Auf der Rückseite, etwa 60.00 cm von einem Ende des Gurtes, ein aufgenähter brauner Lederfleck (H 6.50 cm, B 8.40 cm) mit einem freien Durchzug (B ca. 2.30 cm) in der Mitte. An jedem Ende des beiderseits umgeschlagenen Gurtes eine halbkreisförmige Schlaufe aus vergoldetem Eisen.

Erhaltungszustand:
Die Farben z.T. ausgeblichen bzw. verändert. Etwa in der Mitte des Gurtes zwei Risse in Längsrichtung. Die Vergoldung der stark korrodierten Eisenschlaufen größtenteils abgerieben.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" Nr. 65 (GLA 47/1998): "3 Türckische Pferds Gurthen, Von Seiden und etwas gold gewürckt, mit eisenen Schlauffen." - Zweifellos drei der im "Inventar zur Prager Reise" 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) unter "Verschlag Nr. 27" erwähnten "7 türkische gurthen", die in der "Consignation" nach 1721 (GLA 47/1998) unter Nr. 42 als "7 Türckische Courden" wiederkehren.
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 59
 Karlsruhe 1955, Nr. 429



In der Technik der Brettchenweberei wurden weiße, gelbe, braune, rote und violette Seidenfädenfäden verarbeitet.
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Sattelgurt
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 182
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 2. Hälfte 17. Jh.
Maße: L 190.50 cm, L (ohne Schlaufen) 182.00 cm, B 6.80 cm
Material: Seide; Vergoldeter Silberdraht; Leder; Vergoldetes Eisen

 

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