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Bei den türkischen Kriegern, die Nachkommen eines nomadischen Reitervolkes waren, zählt das Reitzeug zu den prunkvollsten Ausstattungsstücken. Die kostbaren Schabracken (tschaprak), prunkvolle Sättel und reich verzierte Zaumzeuge sind von ungeheurer Vielfalt und herausragender künstlerischer Qualität. Eine besondere Rarität sind die Prunkschabracken. Ihre filzgepolsterten Einzelteile sind auf den Schauflächen mit abwechslungsreich geformten vergoldeten Zierbeschlägen besetzt, die sowohl zum Schmuck als auch dem Schutz vor Hieb und Stich dienten. Ein singuläres Rüststück ist die aus goldtauschierten Stahlplatten zusammengesetzte Panzerschabracke. Die Osmanen benutzten den orientalischen Bocksattel (eğer), der sich durch die besondere Konstruktion seines Holzgestelles, des sog. Sattelbaumes, auszeichnet. Sein hochgewölbter Sitz und die schräggestellten, auf den Rippen des Pferdes aufliegenden Schenkel (Trachten), halten das Rückgrat des Pferdes vom Gewicht des Reiters frei. Teile des Sattelgestelles - Vorder- und Hinterzwiesel sowie die Enden der Trachten - sind meist bemalt, mit besticktem Samt bezogen oder mit Edelmetall beschlagen, das ein Relief aus ziselierten und gravierten Blumenranken aufweist. Herrliche Stickereien aus Seide und Silberlahn schmücken die mit Samt ausgeschlagenen Kissen und Seitenblätter zahlreicher Sättel. Zierfreude und liebevolle Ausarbeitung zeichnen auch das übrige Reitzeug, vor allem das Pferdegeschirr (raht) aus. Zu einer Garnitur gehören das Kopfgestell mit Trense und Zügel, ein dreiteiliger Brust- und der zweiteilige Schweifriemen. Das lederne Riemenzeug ist mit abwechslungsreich aus Gold und Silber geformten Zierbeschlägen dicht bestückt und behängt.


Die Spahis, die Reiterkrieger im osmanischen Heer, bildeten über Jahrhunderte den Kern der osmanischen Armee. Ihrer Bedeutung entsprechend zogen sie prächtig aufgetan in die Schlacht. Davon zeugen u.a. die reich verzierten Reitzeuge.
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