de Karlsruher Türkenbeute; Virtuelles Museum Janitscharenkeçe Haube eines Janitscharen (keçe) Der Filz (keçe), aus dem der Überzug und der auffallend lange Nackenbehang bestehen, hat der charakteristischen Janitscharenhaube den Namen gegeben. In den kostbaren Stirnschmuck, die sogenannte Federhülse, wurden vor allem bei Umzügen und Paraden prächtige Reiher- und Straußenfedern gesteckt. Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Badisches Landesmuseum Karlsruhe (DE) Zentrum für Kunst- und Medientechnologien (DE) FOX Mediadesign (A, Vienna) Susanne, Erbelding Weiss, Judith 2003-Oct-07 Museum; Sammlung; Exponat Collection text/html Inv:D 204 http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_hoh/D23_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_rus/D10_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/G175u175a_de.php http://www.tuerkenbeute.de/sam/sam_waf/G212_de.php http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_kri/Janitscharen_de.php http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_kri/HeerwesenOsmanen_de.php http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_kri/OsmanischeArmee_de.php http://www.tuerkenbeute.de/the/the_lie/GlanzvolleAugenblick_de.php http://www.tuerkenbeute.de/the/the_lie/FaszinationBlumen_de.php http://www.tuerkenbeute.de/the/the_lie/MachtDerToene_de.php Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) 17. Jh. Osmanisch Copyright 2003, ZKM Karlsruhe, BLM Karlsruhe, FOX Mediadesign - All rights reserved. Technische Angaben Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) D 204 Osmanisch 17. Jh. H 24.00 cm, B (am Kamm) 29.50 cm; Kopfweite 57.00 cm; Nackenbehang: L 74.50 cm; B 35.50 cm; Federhülse: L 30.70 cm, B 7.80 cm Filz; Baumwollgewebe; Leinen; Wollflanell; Vergoldetes Silberblech; Holz Erhaltungszustand Sehr starke Gebrauchsspuren. Der Filz ist fleckig und stellenweise, insbesondere am Kamm der Haube und an den spitzen Enden des Nackenbehanges durch Mottenfraß schadhaft und brüchig. Die Seidenkette des nur noch in kleinen Teilen erhaltenen schwarzbraunen Atlasbandes ist fast gänzlich abgewetzt und der Baumwollschuß sichtbar. Das Papier der Kopfform durch Wurmfraß stellenweise mehrfach gebrochen. - Bei einer umfassenden Restaurierung in den Museumswerkstätten 1972 (siehe Arbeitsbericht von Helga Kornmüller a.a.O.) wurden für die verschiedenen notwendigen Waschflotten die einzelnen Haubenteile voneinander getrennt bzw. gelöst; Nähte und Zwickel hernach nicht mehr geleimt, sondern mit feinem Seidenfaden genäht. Bruchstellen am Papierkopf wurden mit Stützstreifen aus säurefreiem Seidenpapier verklebt. Die Reste des Atlasbandes sind jetzt auf einem entsprechend eingefärbten Batist aufgenäht und mit farblich angepaßtem Crepeline übernäht. Alte Inventare "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 171: "1 weiß lederne Janitscharen Kap, mit einem Silbern Vergolden Blech oder Stirn Schild." - Zweifellos identisch mit der im "Nachlaßinventar des Markgrafen Hermann" von 1691 aufgeführten "Ein türck. Janitscharen haub". - Ebenso enthalten im "Inventar zur Prager Reise", 1721 (im Zweiten Weltkrieg vernichtet) unter "Verschlag Nr. 19": "1 jamtscharen Kappen" sowie in der "Consignation" (GLA 47/1998), nach 1721 unter Nr. 47: "1 weiß Lederne Janitscharen Kappen mit einen Silbernen Blech". - Der gleichfalls im "Nachlaßinventar des Markgrafen Hermann" (GLA 46/3577) erwähnte, aber nicht erhaltene "silberner busch, wie die Janitscharen tragen", vielleicht ursprünglich zur Ketsche gehörig.