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technische Spezifikationen
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Die technische Vollendung des Rüstzeuges und der Waffen war wohl eines der Geheimnisse des kriegerischen Erfolgs der Osmanen. Die Kerntruppe der osmanischen Streitmacht bildeten die Janitscharen, die beste und gefürchtetste Infanterie der damaligen Welt. Das Haupt eines Janitscharen schmückte einst eine eigenartige Kopfbedeckung aus Filz, die keçe. Möglicherweise besaß diese Haube auch eine Schutzfunktion. In die vergoldete Federhülse über der Stirn steckte man bei Festivitäten Reiher- oder Straußenfedern. Zu den eigentlichen Schutzwaffen der Osmanen gehörten Panzerhemden, Panzerhandschuhe und Helme. Die Beschaffenheit des Rüstzeuges war eher auf Beweglichkeit und Schnelligkeit statt auf absolute Sicherheit ausgerichtet. Daher trugen die Krieger flexible Panzerhemden aus vernieteten Eisenringen. Diese waren mit Zierrat wie Broschen und unheilabwehrenden Symbolen geschmückt. Als Kopfschutz diente den osmanischen Panzerreitern eine schwere Sturmhaube (cişak) oder Panzerkappen mit Eisenkalotten, an denen ein Ringgeflecht den Nacken- Stirn- und Wangenschutz bildete. Hand und Unterarm des Reiters schützten Panzerhandschuhe (kolçak). Bei all diesen Rüststücken überrascht der reiche Dekor in komplizierten Goldschmiedetechniken - da gibt es tauschierte oder niellierte Blumenmuster, gravierte geometrische Ornamente, vergoldete Schließen und Beschlagteile. Wichtigste Schutzwaffe war der Rundschild, der selten aus Metall, häufiger aus einer Holzscheibe mit metallenem Schildbuckel bestand, um die dünne Holzruten als konzentrische Spiralen gewunden sind. Diese sind mit Seide und Silberdraht umflochten, so dass auf der Schauseite Ornamente und Schriftzeichen, z.B. der Name Allahs, entstehen.
Janitschar in Rückenansicht/Österreichische Nationalbibliothek, Wien

Dieser Janitschar trägt die typische Kopfbedeckung - die "keçe" - und ist mit Krummsäbel und Gewehr bewaffnet. Die Janitscharen bildeten das Elitecorps in der osmanischen Infanterie.
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