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Faksimile-Wesirsbrief Kara Mustafa Paschas
Osmanische Wesirsurkunde (vezir mektubu) des speziellen Typs für ausländische Adressaten, auf wohl oberitalienischem Papier mit tre-Iune-Wasserzeichen und Beimarke im Format 59.00 x 43.20 cm. 19 Zeilen Text in Divani, Pençe und Siegel des Großwesirs rechts auf dem Rand nach links gekippt mit dem üblichen Zusatz “Schah“ richtig. Ursprünglich in einem Briefbeutel (kese) aus rotem Atlasstoff. Faksimile in Babingers Edition. Am 26. April 1683 hatte Markgraf Hermann von Baden, der Präsident des Hofkriegsrates, ein Schreiben an den Großwesir Kara Mustafa Pascha gerichtet. Darin wurde das Scheitern der habsburgisch-osmanischen Verhandlungen festgestellt und Graf Albrecht Caprara, der kaiserliche Internuntius, der im osmanischen Heer mitgeführt wurde, zurückgerufen. Am 19. Mai erst konnte Caprara das Schreiben im Lager von Esseg überreichen. Am 7. Juni erhielt er das vorliegende Schreiben und durfte am 12. Juni nach Wien aufbrechen, während der kaiserliche Resident, Georg Christoph Kunitz, weiterhin im Lager des Großwesirs zurückgehalten wurde. Mit diesem Antwortschreiben und der Verabschiedung des Bevollmächtigten erklärte auch der Großwesir die Verhandlungen für gescheitert. Die Beziehungen waren abgebrochen. Der Vormarsch auf Wien begann. Weitere Schreiben Kara Mustafa Paschas ergingen während des Vormarsches an die Einwohner von Oedenburg (Şopron), (Übersetzung: Georg Jacob. Türkische Urkunden. In: Der Islam, Bd.17 (1917), S.284f.), und an die Wiener (Edition und Übersetzung: Kara Mustafa vor Wien. 1683 aus der Sicht türkischer Quellen. Übers. und erl. von Richard F. Kreutel. Stark verm. Ausg. besorgt von Karl Teply. Graz, Wien, Köln 1982, S. 249-256).

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 238. - Ehemals Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Hs. Rastatt 270. Esseg [Osijek, 7.Juni 1683]
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, S. 359, Nr. III
 Karlsruhe 1892 und 1970, S. 53, Nr. 34, 103
 Karlsruhe 1895 und 1970, S. 183
 Babinger 1932 und 1966, S. 17-26



Die osmanische Wesirsurkunde enthält 19 Zeilen Text und das Siegel des Großwesirs mit dem üblichen Zusatz “Schah“.
Faksimile
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe
Inv.: Ehemals BLB Hs. Rastatt 270
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 7. Juni 1683
Material: Papier

 

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