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Schwert mit Korallenbesatz
Gerade, zweischneidige Klinge mit flachem, breitem Mittelgrat; beidseitig zwei in der Spitze zusammenlaufende Hohlschliffe; zwischen diesen im oberen Drittel ein Ornament und von diesem ausgehend drei feine Rippen; auf der Vorderseite über dem Ornament eine eingeschnittene Marke (nach mündlicher Mitteilung von Ersin Çiçekçiler, Istanbul: "türkischer Balkan"). Griff aus Holz mit eingezogener, vierseitiger Handlage, schildförmigem Knauf und breiter Zwinge mit ovalem Querschnitt. Gänzlich beschlagen mit vergoldetem (z.T. gerissenem und ausgebrochenem) Silberblech, das mit aufgelegten Filigranranken und zierlichen Kugelköpfchen verziert und auf der Rückseite in voller Fläche mit getriebenen Schuppenblättchen gefüllt ist; sämtliche Ränder sind mit feinem Kordeldraht eingefasst. Das Beschläg ist dicht besetzt mit mandelförmigen, gerillten und gefassten Korallen sowie mit etlichen Rubinen. Knauf und Zwinge schmückt beiderseits je eine große Rosette aus zehn bzw. elf Korallen, gerahmt von 15 (Vorderseite, eine fehlt) bzw. zehn (eine ergänzt) weiteren Korallen; an den Schmalseiten des Knaufs zwölf Korallen (drei fehlen). Die vier Seiten der Handlage sind vorne geschmückt mit acht und seitlich mit je 16 doppelreihig angeordneten Korallen (drei fehlen, eine ergänzt); das auf der Rückseite der Handlage fehlende Beschläg samt Korallenbesatz ist durch eine siegellackartige Füllung ersetzt; von den vier abgeschrägten Kanten der Handlage sind die beiden vorderen mit vergoldeten Filigran-Wellenranken verziert, die der Rückseite mit je zwölf kleinen, kreisrund gefassten Rubinen besetzt (je sieben fehlen). - Die nicht originale, wohl erst Anfang des 19. Jhs. angefertigte einfache Scheide ist aus Holz, z.T. mit braunem Leder und rotem Samt (mit schadhaftem Flor) bezogen; Ortband aus Messing mit graviertem Mäander.

Alte Inventare:
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 137
 Petrasch 1952, S. 667 ff.
 Karlsruhe 1955, Nr. 497



Das Besondere an diesem Schwert ist der Griff: Es ist gänzlich mit mandelförmigen Korallen und einigen Rubinen besetzt.
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Schwert
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 266
Stilrichtung: Osmanisch (?) und Balkan
Datierung: Klinge: 17.-18. Jh.; Griff: 18. Jh.; Scheide: Anfang 19. Jh.
Maße: L 58.60 cm; Klinge: L 41.00 cm; Schneide: L 43.00 cm
Material: Vergoldetes Silberblech; Korallen / Schmuckstein; Rubin; Vergoldeter Silberdraht; Holz; Leder; Samt; Messing; Stahl
Kommentar
Das Schwert wurde 1853 in der Schweiz angekauft und 1876 im Museumsinventar nachgetragen, nachdem es in den Wirren der Revolution 1849 zusammen mit anderen Waffen aus dem Schloss Rastatt entwendet wurde.

 

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