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| Dolch mit Scheide (Elfenbeinbelag) |
Glatte, leicht gekrümmte, zweischneidige Klinge. Griffschalen mit halbovalem Querschnitt aus Elfenbein, an der Handlage eingezogen und fünfseitig abgekantet, je drei silberne Nietköpfchen. Griffband aus Goldblech mit graviertem Fries. Hölzerne Scheide von spitzovalem Querschnitt, außen mit Elfenbein belegt, die Kanten mit einem glatten Goldband (B 7.00 mm) gefasst. Mundblech mit aufgelöteter Öse und Ortband mit tropfenförmigem Knopf aus Goldblech mit graviertem und ziseliertem Dekor: Tulpen, mit kleinen Rosetten gefüllt, und Arabesken vor feingerautem Grund (in diesem Reste einer roten Lackfarbe?); auf den glatten Flächen ein Füllwerk aus zarten Blütenranken in feinstem Niello.
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Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 102: "1 dito [Türckisch Meßer] das Heft von Helfenbein und Gold gefaßt, die Scheide ebenfallß mit Helfenbein eingelegt, unten und oben mit Silber Vergolden beschläg." - Wahrscheinlich identisch mit dem bereits im "Badisch-Sachsen-Lauenburgischen Bestandsinventar" von 1691 (GLA 46/4044) aufgeführten Dolch: "1 türckischer staahl, mit einem beinernen hefft die scheid mit gold beschlagen". - Im Revolutionsjahr 1849 aus dem Schloss Rastatt entwendet, 1853 in der Schweiz zurückgekauft und 1876 im Museumsinventar nachgetragen.
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Literatur:
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Die Prunkdolche, bei den Osmanen Waffe, Statussymbol und Ehrengeschenk, waren bei den Europäern beliebte Trophäen.
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Dolch mit Scheide Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: D 268 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: 17. Jh. Maße: L 28.90 cm; Klinge: L 16.60 cm; Scheide: L 18.70 cm Material: Elfenbein; Silber; Goldblech; Holz; Stahl
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