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Dolch mit profilierter Klinge
Schwach gekrümmte, zweischneidige und reichprofilierte Damastklinge mit verdickter Spitze; beiderseits zwei Hohlschliffe, auf dem flachen Mittelgrat je zwei Rillen und ein silbertauschiertes Sternchen; auf dem glatten Klingenansatz beiderseits je zwei Kugelschliffe und acht tauschierte Silbersternchen; auf dem breiten Rücken der Fehlschärfe Rillen und Punkte. Griffschalen aus gemasertem (Oliven-?)Holz mit halbrundem Querschnitt; stark eingezogene Handlage, jeweils vierseitig abgekantet; der Knauf, dessen Oberseite und die Zwinge sind mit je sechs, die Handlage mit zwei Rosetten aus dünnem Silberblech besetzt (am Knauf fehlen zwei Rosetten). Scheide aus Holz von rundem Querschnitt, gänzlich mit graviertem, ziseliertem und z.T. vergoldetem Silber beschlagen. Auf dem fünfseitig abgekanteten Mittelteil der Vorderseite ein streifenweise alternierender Dekor: Vergoldete Blumenranken vor feingerauhtem Grund wechseln mit niellierten Blattzweigen in Vierpässen auf feingemustertem Niellogrund. Auf der glatten Rückseite der Scheide Tulpenranken mit Niellofüllung. Als Mundblech und Ortband dienen hülsenartig übergestülpte und aufgelötete Verstärkungen (L 5.00 cm bzw. 10.50 cm) aus z.T. vergoldetem Silber mit à jour geschnittenen und niellierten Tulpen-und Blattranken vor feingekörntem, vergoldetem Grund; auf der Ober- und Vorderseite des Mundblechs ein nielliertes Rautenornament sowie ein Tremolierstich; auf der Rückseite neben der aufgelöteten Öse für die (nicht erhaltene) Tragschnur eine fragmentarisch eingeprägte, nach Zygmunt Abrahamowicz nicht identifizierbare Tuğra. Am Ortband großer, massiver Kugelknopf mit Ranken und kleinem, würfelförmigem Knauf.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 108: "1 dito" [Türckisches Meßer. Weitere Beschreibung siehe Kat. 149, Inv.Nr. D 270]. - Mit weiteren im Revolutionsjahr 1849 aus dem Schloß Rastatt entwendeten Waffen 1853 in der Schweiz zurückgekauft und 1876 im Museumsinventar nachgetragen.
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 148
 Stöcklein 1914, S. 139, Abb. 32
 Petrasch 1952, S. 667ff
 Karlsruhe 1955, Nr. 483
 London 1976, Nr. 165
 Karlsruhe 1976 a, Nr. 83
 Petrasch 1977, Nr. 37
 Bruchsal 1981, Nr. K 11
 Stuttgart 1987, Nr. 1.75
 Berlin 1989, Nr. 7/89



Die zweischneidige Klinge besitzt zwei Hohlschliffe. Die zugehörige Scheide aus z.T. vergoldetem Silber ist reich verziert.
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Dolch mit Scheide
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 269
Stilrichtung: Osmanisch (Istanbul?)
Datierung: Spätes 17. Jh.
Maße: L 35.80 cm; Klinge: L 18.20 cm; Scheide: 24.30 cm
Material: Holz; Silberblech; Vergoldetes Silber; Stahl

 

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