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Dolch mit Inschrift und Scheide
Leicht gekrümmte, zweischneidige, größtenteils verschliffene Damastklinge. Am Klingenansatz beiderseits in ornamentaler Rahmung die gleichlautende, arabisch-persische (fragmentarisch erhaltene) Inschrift in stark verputzter Oberflächentauschierung in Gold: "Glück sei!". Griff mit ovalem Querschnitt aus geschliffenem Heliotrop, an den Seiten der Handlage abgeflacht; der gewölbte Knauf mit beidseitig überstehenden und abwärts gebogenen Nasen in Form eines "Schweizer Dolches". Montierung aus vergoldetem Silber mit graviertem Dekor; auf der Knauf-Deckplatte Laub- und Bandelwerk und eine frei aufgesetzte ovale Kamee (Karneol) mit geschnittenem Kinderkopf in silbervergoldeter Fassung; auf Tülle und Stichblatt gravierte Ranken. Hölzerne Scheide mit dünnem, z.T. vergoldetem Silberblech beschlagen. Auf der Vorderseite am oberen und unteren Drittel ziseliertes und vergoldetes Rankenwerk mit zierlichen Rosetten vor feingepunztem Grund; auf dem glatten Mittelteil gewürmter Niellodekor. Auf der Rückseite symmetrisch angeordnete Tulpenblüten mit Niellofüllung vor feingepunztem und vergoldetem Grund. Silbernes Mundblech mit z.T. ausgeschnittenem und durchbrochenem Palmettenfries; auf der Oberseite (wohl gleichzeitig mit der Griffmontierung) gravierte deutsche Blumen. Silbernes Ortband mit kleinem Knopf und ähnlichem Palmettenfries.

Erhaltungszustand:
Das Scheidenbeschläg aus dünnem Silberblech stellenweise geringfügig verbeult, gerissen und ausgebrochen.

Alte Inventare:
Im Inventar zur "Türckischen Kammer" nicht nachweisbar. Mit einigen, im Revolutionsjahr 1849 aus dem Schloss Rastatt entwendeten Waffen 1853 in der Schweiz angekauft und 1876 im Museumsinventar nachgetragen.
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 150
 Petrasch 1952, S. 667ff.
 Karlsruhe 1955, Nr. 488



Am Klingenansatz dieses Dolches ist der Segenswunsch "Glück sei!" eingraviert. Die Scheide zeigt ein vergoldetes Rankenwerk.
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Dolch mit Scheide
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 272
Stilrichtung: Klinge und Scheide: Osmanisch; Griff: Schweiz (?)
Datierung: Klinge und Scheide: Spätes 17. Jh.; Griff: Frühes 18. Jh.
Maße: L 29.00 cm; Klinge: L 17.20 cm; Scheide: L 18.50 cm
Material: Vergoldetes Silber; Karneol; Holz; Vergoldetes Silberblech; Silberblech; Heliotrop; Stahl

 

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