Karlsruher Türkenbeute - Link zur Homepage
   
SammlungThemenreisenKunst & KulturWissenInformation
Ludwig WilhelmHoheitszeichenRüstzeugReitzeugWaffenAlltagSchriftkunst
zum Chat
zur Registrierung
zum login
technische Spezifikationen
Mein Virtuelles Museum
XML readout
diese Seite drucken
diese Seite mailen
Dolchmesser mit Scheide
Gerade, einschneidige Klinge mit teilweise gerilltem, gepunktetem und gegratetem Rücken; entlang diesem verläuft beiderseits eine feine Rille. Halbrunde Griffschalen in Vogelkopfform aus Walrosszahn mit je drei Angelstiften; Griffband und Zwinge aus vergoldetem Silberblech mit aufgelegten, ebenfalls vergoldeten Filigranranken zwischen feinen Perlschnurleisten. Die (nach Stil und Beschlag wohl nicht zugehörige) Scheide aus Holz, oben mit fast rundem Querschnitt, nach vorne zugespitzt, am Rücken abgeflacht; Überzug aus schwarzem, profiliertem Chagrinleder mit punktförmiger Ziernaht aus feinem Silberdraht. Mundblech mit dreifachem Perlrand und gelappter Behangborte sowie das glatte Ortband aus Silber; in den zugespitzten Enden von Mundblech und Ortband je eine eingeprägte Tuğra sowie an Mundblech und Öse vier Tremulierstiche, am Ortband einer. Nach Zygmunt Abrahamowicz läßt sich den mangelhaft ausgeformten, z.T. "verschobenen" Prägestempeln außer der Formel "immer siegreich" ein Sultansname nicht entnehmen.

Erhaltungszustand:
Das im Inventar von 1772 sowie noch 1876 erwähnte Silberkettchen mit Koralle und Perle ist nicht erhalten; ebenso nur eine Hälfte der Griffzwinge. Die Filigranranken am Griffband z.T. ausgebrochen bzw. plattgedrückt. Mundblech und Ortband bestoßen und mehrfach eingedellt.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 110: "1 Langes Meßer, das Heft von Helfenbein, mit silber Vergoldem filocran Beschlag, die Scheide mit Silber unten und oben starck beschlagen nebst 5 silbernen Kettlen, woran eine große in Silber gefaßte Coral mit einem kleinen Perl." - Mit weiteren, im Revolutionsjahr 1849 aus dem Schloss Rastatt entwendeten Waffen 1853 in der Schweiz zurückgekauft und 1876 im Museumsinventar nachgetragen.
download PDF

Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 152
 Petrasch 1952, S. 667 ff.
 Karlsruhe 1955, Nr. 481



Die halbrunden Griffschalen des Dolchmessers sind aus Walrosszahn gefertigt. Die Klinge ist gerade und einschneidig.
Zoom
Die Spezialdarstellungen benötigen folgende Plugins
Dolchmesser mit Scheide
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 276
Stilrichtung: Messer: Balkan (?); Scheide: Osmanisch
Datierung: 17. Jh.
Maße: L 40.00 cm; Klinge: L 27.60 cm; Scheide: L 32.70 cm
Material: Walrosszahn; Vergoldetes Silberblech; Holz; Leder; Silberdraht; Silber; Stahl

 

Startseite dieser Exponatkategorie
blättern: vorheriges Exponat blättern: nächstes Exponat
Experteninformation
 
Derzeit läuft ein Chat zum Thema "Orientalismus" 1 User befinden sich im Chatroom.  mitchatten
Registrierung Registrieren  login
© 2003 Badisches Landesmuseum Badisches Landesmuseum, Karlsruhe in Kooperation mit ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, gefördert
von der Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH; Idee und Konzept Tom Fuerstner; Umsetzung FOX Mediadesign. Rechtliche Hinweise