Schwach gekrümmte, einschneidige Klinge. Griffschalen in Vogelkopfform aus Walrosszahn mit geripptem Fischgrätmuster. Das schmale Griffband und die gerade Parierstange mit tropfenförmigen Knäufen aus Gold, graviert und ziseliert: Auf dem Griffband punzierter Fries, auf Parierstange und Mitteleisen beiderseits Tulpenranken und Mittelrosette; die glatten Flächen sind dicht gefüllt mit feinen Blütenranken in Niello. Scheide aus Holz mit schwarzem Lederüberzug. Mundblech und Ortband aus Gold, beiderseits reich verziert mit gravierten und ziselierten Blumenranken, z.T. vor gepunztem Grund; als Füllwerk ein zartes Gespinst aus niellierten Blütenranken. Die spitzovale Zwinge mit Ösen und zwei Ringen ähnlich, aber einfacher verziert.
Erhaltungszustand: Das abgebrochene untere Drittel der Klinge genietet und geschweißt; durch ungenaues Anpassen des Bruchstückes wurde die Krümmung des Klingenendes etwas abgeflacht, so dass der Säbel sich nicht mehr ganz in die Scheide einstecken lässt. Die spitzen Enden der Griffschalen z.T. abgebrochen. Das originale Griffband nur am Vogelkopfknauf erhalten, an beiden Seiten größtenteils ausgebrochen und durch galvanische Nachbildungen ergänzt. Über den Angelstiften fehlen mehrere Deckplättchen; ein eingepasstes rundes Goldplättchen markiert das "Vogelauge". Das Mundblech der Scheide z.T. eingerissen.
Alte Inventare: "Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 117: "1 krumer Säbel das Heft von Helfenbein, das Beschlag, Bügel, Mund-Stück und Ohr-Band der Scheide, samt einer Zwinge mit 2 Ring von Gold". download PDF