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Doppelbeil mit Stoßklinge (teber)
An runder Tülle mit feingeschnittenen Längsrillen beiderseits ein halbmondförmiges, nach innen stark eingezogenes Blatt aus Damaststahl mit "eingerollten" Enden und kreisrunder Beilschneide. Auf die Tülle oben aufgeschmiedet ein abgeflachtes Vierkanteisen mit axt- und hackenförmigen Querstücken und einer lanzettartigen, flachen Stoßklinge. Der nach unten gering verjüngte Holzstiel mit rundem Querschnitt ist mit schwarzem Leder überzogen und mit einem (ca. 5.00 mm) schmalen Silberband spiralig umwunden. Beide Schaftenden sind beschlagen mit einem Silberblech (B 16.00 cm bzw. 18.50 cm), darauf gravierte und punzierte Rosetten und Blättchen, achsensymmetrisch angeordnet in jeweils vier Vertikalstreifen. Im oberen Viertel des silbernen Schaftschuhs mit flachgewölbter Kappe eine unvollständig eingestempelte Tuğra Mehmets IV.

Erhaltungszustand:
Beide Beile und die Stoßklinge sind stark verschliffen. Die beiden silbernen Schattbeschläge, insbesondere der hintere, sind stark verbeult.

Alte Inventare:
"Türckische Kammer" (GLA 47/1998) Nr. 99: "1 Türckischer Tebor oder Spieß, der Stiehl mit chacrin überzogen oben und unten mit Silber beschlagen, und mit Silber Überwunden." - Wohl identisch mit dem im "Nachlaßinventar des Markgrafen Hermann" von 1691 aufgeführten "türck. palta mit silber beschlagen wie man denen Bassen vortragt".
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 159
 Petrasch 1952, S. 633
 Karlsruhe 1955, Nr. 493
 Kreutel 1957, S. 189
 Jaeckel 1970, S. 17
 Uhlemann 1971, S. 97, Abb. 9
 Schleißheim 1976, Nr. 126
 Petrasch 1977, Nr. 39
 Wien 1983 b, Nr. 16/137



Zwischen den halbmondförmigen Blättern des Beiles befinden sich axt- und hackenförmige Querstücke, darüber eine Stoßklinge.
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Doppelbeil mit Stoßklinge
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: D 57
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: Spätes 17. Jh.
Maße: L 122.50 cm; Beil: L 26.00 cm; Schneide: L 37.00 cm; Schaft: L (bis Tüllenansatz) 90.00 cm, Dm 2.70-2.30 cm
Material: Stahl; Eisen; Holz; Silberblech; Leder

 

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