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| Pfeilköcher www.tuerkenbeute.de/sam/sam/sam_waf/G12_02_de.php |
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Gänzlich ledergefütterter, hochrechteckiger Köcher mit z.T. geschweiftem Umriss, dessen Vorderseite aus zwei etwa hälftig übereinanderlappenden, grüngefärbten Lederteilen gebildet ist. Auf einer dicken Lederunterlage ein mit fein gezwirntem, z.T. vergoldetem Silberdraht in Anlegetechnik gestickter Dekor, die Einzelmotive mit Schnurumrandung; Blütenfries als Rahmenleiste; das Medaillon und die Zwickelfüllungen aus Tulpenblüten und Blattwerk. Die verdeckt aufgenähte, rotbraune Ledereinfassung zieren auf der Schauseite zwei mit Überfangstichen befestigte, parallel verlaufende Fäden aus Silberlahn um Seidenseele. Eingepasster Holzboden, außen mit grünem Leder bezogen. Am linken Rand rotbraune Lederschlaufe angenäht. Oben links, unten rechts und in der Mitte Durchbohrungen, in denen wohl Nieten oder Zierknöpfe saßen. Durch die geschlitzten Schlaufen für Tragriemen auf der braunen Lederrückseite ist eine nicht zugehörige, aus der "Türkenbeute" stammende, hellblaue Seidenkordel gezogen. Alte Inventare: Vermutlich aus der ehemaligen Rüstkammer der Markgrafen von Baden-Durlach. - Wohl identisch mit einem der im "Basel Inventarium" von 1773 (GLA 47/693) genannten "7 Köcher mit Pfeilen", die am 17. Oktober 1799 nach Karlsruhe zurückgeführt wurden. - Als "Sieben Stück alte verschiedene Köcher samt Pfeilen" aufgeführt im Inventar zur "Großherzoglichen Gewehr Kammer" Karlsruhe 1835 (GLA 56/4118) unter Nr. 9-15. Literatur: Karlsruhe 1991, Nr. 201 Karlsruhe 1955, Nr. 465 |
![]() Der gefütterte, hochrechteckige Köcher besteht aus zwei etwa hälftig übereinanderlappenden, grüngefärbten Lederteilen. Daten & Fakten: Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: G 12 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: Spätes 17. Jh. Maße: Köcher: H 44.00 cm, B 20.00 cm; Seidenkordel: L 55.00 cm Material: Leder; Silberdraht; Vergoldeter Silberdraht; Silberlahn; Seidenseele; Holz; Seidenkordel |