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Zwei Yatağane
Inv. G 175: Zweifach geschwungene Klinge mit verbreitertem Rücken. In der oberen Hälfte der Vorderseite entlang des Rückens ein flüchtig gravierter Ornamentfries mit arabischer Inschrift und runder ungedeuteter Marke. Die ungelenke, orthografisch fehlerhafte Inschrift lautet in korrigierter Lesung und Übersetzung von Zygmunt Abrahamowicz: "Besitzer [ist ein] Mann von Größe / Erhabenheit und Festigkeit". Auf der Klingengegenseite ein ähnliches Ornament ohne Inschrift. Glatte Griffschalen aus Elfenbein mit großen, gegabelten "Ohren" als Knauf und drei Angelstiften aus Messing. Das breite Griffband und die beidseitig auf den Klingenansatz keilförmig übergreifende Zwinge aus vergoldetem Silberblech mit aufgelegten feinen Faden- und Kreisornamenten; friesartig besetzt mit 14 bzw. sechs mandelförmigen, gerillten und gefassten Korallen, beiderseits eingefasst von Kugelköpfchen und feinem Kordeldraht. Am Knauf ist das Griffband zwischen den Korallen mit drei flachen quadratischen (Tafelschliffen nachgebildeten?) Quadern aus vergoldetem Silber belegt.
Inv. G 175 a: Gerade Klinge mit breitem, vorspringendem Rücken. Griffschalen aus Elfenbein mit großen, gegabelten "Ohren" als Knauf und drei Angelstiften aus Messing. Das breite Griffband und die beidseitig auf den Klingenansatz keilförmig übergreifende Zwinge aus vergoldetem Silberblech mit aufgelegten feinen Fadenornamenten; friesartig besetzt mit 12 bzw. 6 mandelförmigen, gerillten und gefassten Korallen, beiderseits eingefasst von Kugelköpfchen und feinem Kordeldraht. Am Knauf ist das Griffband zwischen den Korallen belegt mit drei flachen quadratischen (Tafelschliffen nachgebildeten?) Quadern aus vergoldetem Silber.

Erhaltungszustand:
Das Griffband ist stellenweise ausgebrochen, eine Koralle fehlt. Die Zwinge ebenfalls mehrfach gerissen, ausgebrochen und eingedellt. Die Griffschalen sind am Klingenansatz etwas abgesplittert.

Alte Inventare:
"Großherzogliche Gewehr Kammer" Karlsruhe 1835, S. 16, Nr. 128: "Ein türkischer Yjadan oder Janitscharen Meßer. Klinge Kopfabschneider, wahrscheinlich syrischer Damast. Der Griff reich mit Korallen besetzt und verziert. Elfenbeinschalen." Inv. G 175. Im Museumsinventar von 1862 nachgetragen unter Nr. 175 a: "Ein ähnliches kleineres türk. Messer mit Elfenbeingriff Corallenverzierg."
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 138, 139
 Karlsruhe 1955, Nr. 475, 478
 Petrasch 1977, Nr. 35
 Bruchsal 1981, Nr. K 12
 Frankfurt 1985, Nr. 11/10a
 Mailand 1985, Abb. 101.



Beide Yatağane sind am Klingenansatz mit vergoldetem Silberblech beschlagen und mit gefassten Korallen verziert.
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Yatağane
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: G 175, G 175 a
Stilrichtung: Osmanisch
Datierung: 17. / 18. Jh.
Maße: Inv. G 175: L 73.00 cm; Klinge: L 59.00 cm; Inv. G 175 a: L 51.30 cm; Klinge 38.30 cm
Material: Elfenbein; Messing; Vergoldetes Silberblech; Korallen / Schmuckstein; Vergoldeter Silberdraht; Vergoldetes Silber; Stahl
Stichwaffe mit Ohren
Als "Ohren" bezeichnet man die ausladenden Rundungen des Holz- oder Horngriffes der Yatağane. Diese sind um so größer, je jünger die Waffe ist.

 

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