Stark gekrümmte, einschneidige, z.T. verschliffene Damastklinge. Auf der Vorderseite befinden sich zwei tauschierte Inschriften-Medaillons; im zwiebelförmigen der Text: "Der oberste König der Propheten Muhammad", im rechteckigen die Bezeichnung: "Werk von Asadullah." - Der Griff mit abgerundeten Schalen aus Bein, oberhalb der Parierstange mit gewachster Schnur umwickelt; einseitige Knaufnase mit stark abgeriebenen Gold-Ornamenten auf gerauhtem Grund: Rautenbänder im Wechsel mit stilisierten Blumen. Rückenblech des Griffes fehlt. Vierseitige Parierstange mit flachen Knaufenden aus geätztem Damaststahl mit schwach erhabenem vergoldetem Dekor: In den Zwickelfeldern allseitig doldenartige Blumen, Vorder- und Rückseite zieren ein rahmender Blattfries. Die oberen Enden des Mitteleisens sind beidseitig abgebrochen. - Holzscheide mit schwarzledernem Überzug, auf der Vorderseite verziert mit gepressten Arabesken, die Rückseite mit Längsstreifen. Spitzovale Tragbänder mit geätztem und schwach vergoldetem Reliefdekor: Rahmender Blättchenfries sowie Blüten in den Zwickeln; Tragbügel mit vierfachen Durchbohrungen. Die Klinge trägt die Inschrift des legendären Waffenschmiedes Asadullah aus Isfahan, mit dessen Namen - hier wohl als Marken- oder Qualitätsbezeichnung benutzt - Klingen aus verschiedenen Jahrhunderten gekennzeichnet wurden.
Alte Inventare: "Museumsinventar 1862", S. 71 a: "Ein langer orientalischer Säbel von sehr feinem Damast, Griff von Horn. Der Säbel ist in einer hölzernen Scheide mit schwarzem Lederüberzug". Zugang 1866. download PDF