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Dolch (Balkan) mit Pseudo-Inschrift
Leicht gekrümmte, zweischneidige, stark verschliffene Damastklinge mit flachem Mittelgrat und eingeschlagener tulpenförmiger Marke. Spitzovale Griffschalen aus dunkelbraunem Holz mit eingezogener und abgekanteter Handlage; je drei Nietplättchen (eines fehlt). Vom glatten silbernen Griffband ist nur ein Rest erhalten (L ca. 1.20 cm). Holzscheide mit ovalem Querschnitt, vorne fünfseitig abgekantet und gänzlich mit dünnem Silberblech beschlagen. Auf den Streifen der Vorderseite ein feines, flächenfüllendes Niello-Rankenwerk; im mittleren Streifen vor gepunztem, (stark verputztem) vergoldetem Grund eine reliefierte und niellierte arabische Inschrift. Zygmunt Abrahamowicz erkennt in der von "grober" und "ungeübter Hand" stammenden Inschrift keinen rechten Sinn und vermutet in dem "nicht verstandenen" (nachgeahmten?) "Schrift-Ornament" eine sog. "Trugschrift". Auf dem (schadhaften, z.T. ausgebrochenen) Mundblech und auf dem lediglich dekorativ angedeuteten Ortband mit Knopf ein ziseliertes Füllornament aus kleinen Kreisen mit eingeschriebenem Dreieck vor gepunztem (stark verputztem) vergoldetem Grund. Auf der gerundeten Rückseite der Scheide mit kleiner Öse grob und flüchtig gravierte und niellierte Tulpenranken.

Alte Inventare:
Laut Eintrag im Museumsinventar vom 12. Juni 1877 mit weiteren "Waffen höchsten Privatbesitzes aus dem Lokal v. Sammlg Schüler" den Großherzoglichen Vereinigten Sammlungen überwiesen.
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Literatur:
 Karlsruhe 1991, Nr. 147
 Karlsruhe 1955, Nr. 491



Die Klinge des Dolches ist leicht gekrümmt und zweischneidig. Mit dünnem Silberblech beschlagen ist die dazugehörige Scheide.
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Dolch mit Scheide
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung)
Inv.: G 809
Stilrichtung: Balkan (?)
Datierung: Spätes 17. Jh.
Maße: L 29.50 cm; Klinge L 16.40 cm; Scheide: L 18.70 cm
Material: Holz; Silber; Silberblech; Vergoldetes Silberblech; Stahl

 

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