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| Säbel mit Inschriftenband www.tuerkenbeute.de/sam/sam/sam_waf/G812_02_de.php |
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Leicht gekrümmte, einschneidige, gegen die Spitze zweischneidige (stark verschliffene Damast-?) Klinge. Auf der Vorderseite ein langes, überwiegend graviertes Ornamentfeld: Am Klingenansatz eine Doppelkürbisvase, ausgefüllt mit einem oberflächentauschierten Rautenmuster aus Silber, darüber eine Tulpenblüte. Zwischen dieser und einem nischenförmigen, mit Tulpe gefüllten, breit gerahmten Feld mit einem herzförmigen Abschluss ein großflächiges, rosettenförmiges Schriftmedaillon. Daran schließt sich entlang des Klingenrückens verlaufend ein schmales Schriftband an. In beiden, kaum lesbaren Inschriften vermutet Z. Abrahamowicz die Formel "Es gibt keinen Held außer Ali" und damit den Lobspruch auf das legendäre Schwert Zülfikar. Parallel zur Schneide ein kürzeres Ornamentband; beide enden in einer Tulpenblüte. Zwischen beiden Bändern silbertauschiertes Rautenmuster mit Punkten. Der gesamte Hintergrund in den Zwickelfeldern mit einfachen Rankengravuren sowie mit Wirbelrosetten und S-förmigen Blättern in zwei unterschiedlichen Größen ausgefüllt. Auf der Rückseite am Klingenansatz ein graviertes Halbmondgesicht mit drei gestrichelten Sternen. Zweischaliger Vogelkopfgriff aus braungrünem Horn mit von der Mitte gegenläufigem Fischgrätmuster und silbernem, glattem Griffband. Die silberne Parierstange und die oberen Griffbeschläge sind graviert mit je einer großen Rosette, in deren Blütenblätter kleine Rosetten gepunzt sind; als Randeinfassung ein Zahnschnittmuster. Hölzerne, mit mittelbraunem Leder überzogene Scheide, silberne Beschläge; Mundstück auf der Unterseite geschweift, ein aufgelöteter Rahmen für die Parierstange mit anhängender Arabeske, darunter eine gravierte, große Mittelrosette, in den Ecken je eine angeschnittene, kleinere; die Rosetten vergoldet. An der hinteren Schmalseite ein gerahmtes Schuppenband. Zwei geschweifte Tragebänder mit grob gravierter Blüte und kleinen, gepunzten Rosetten; angelötete Ringösen. Glattes Ortblech mit geschweiftem Rand aus versilbertem Messing. Erhaltungszustand: Die Klinge stark verschliffen. Eine Griffschale gebrochen, die Niete erneuert. Das Leder stark verkratzt; die Versilberung des (späteren?) Ortblechs nahezu vollständig abgerieben. Alte Inventare: "Museumsinventar 1862", Nr. 812: "1 Türkensäbel mit Horngriff in Holzscheide". Zugang vom 12. Juni 1877 als Bestandteil abgegebener "Waffen höchsten Privatbesitzes aus dem Lokal v. Samlg. Schuler." Literatur: Karlsruhe 1991, Nr. 133 |
![]() Die Inschrift auf der Klinge lautet wohl "Es gibt keinen Held außer Ali" und ist wohl ein Lobspruch auf das Schwert Zülfikar. Daten & Fakten: Badisches Landesmuseum, Karlsruhe (Zähringer Stiftung) Inv.: G 812 Stilrichtung: Osmanisch Datierung: Spätes 17. Jh. Maße: L 94.00 cm; Klinge: L 78.80 cm; Scheide: L 81.00 cm Material: Silber; Horn; Holz; Leder; Versilbertes Messing; Stahl |