Karlsruher Türkenbeute - Link zur Homepage
   
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Zu den typischen Angriffswaffen der Türken gehören Pfeil und Bogen. Der sog. Reflexbogen, der sich im entspannten Zustand reflexiv zurückbiegt, ist eine besondere Konstruktion aus verschiedenen Materialien. Die Prunkbögen tragen eine Bemalung aus Gold- und bunter Lackfarbe und Inschriften, oft lyrische Verse, die die edlen Waffen und den Bogenschützen preisen. Die Waffen wurden in zusammengehörigen Garnituren von Bogen- und Pfeilköchern (kemadan, tirkes), aufbewahrt, die aufwändig mit Stickereien aus vergoldetem Drahtsilber und phantasievoll gravierten Zierbeschlägen aus Metall verschönert sind. Eine hohe Wertschätzung bei den Osmanen erfuhren die Blankwaffen. Die Klingen sind meist aus Damaststahl gefertigt, und die Griffe und Scheiden weisen exquisite Verzierungen auf. Auf vergoldetem, reich graviertem und punziertem Silberblech setzen Nielloeinlagen, Metalltauschierungen oder Edelsteinbesatz glitzernde Akzente. Besonders eindrucksvoll sind die türkischen Prunkdolche (hançar) mit ihrer ca. 20.00 cm langen zweischneidigen Klinge sowie die typisch orientalischen Krummsäbel. Bei diesen lassen sich zwei Klingentypen unterscheiden: der persische Typ (shamschir), dessen schmale Klinge stärker gekrümmt ist, und die weniger geschweifte türkische Klinge (kiliç) mit Rückenschliff im unteren Viertel. Gefürchtet war auch der von den Europäern als "Kopfabschneider“ titulierte Yatagan der Janitscharen, eine Hieb- und Stichwaffe mit einer zweifach gekrümmten Klinge von ca. 60.00 cm Länge. Erst im Verlauf des 16. Jhs. haben sich die Türken aufgrund der Erfolge ihrer europäischen Gegner auch mit Feuerwaffen, mit "tüfeng“ (Gewehr) und "tabanca“ (Pistole), ausgestattet. Nicht nur die Qualität der türkischen und persischen Läufe aus Damaststahl, sondern ebenso ihre kunsthandwerklich vollendete Bearbeitung ließen sie zu begehrten Beutestücken der Europäer werden. An türkischen Schlag- und Stangenwaffen sind in Karlsruhe eine Garnitur Reiterspieße (cirid), ein Streitbeil (balta) sowie ein Doppelbeil mit Stoßklinge, vermutlich die Waffe und Insignie eines großherrlichen Leibgardisten, vertreten.
Osmanische Waffen

Pfeil und Bogen waren die typischen Waffen der osmanischen Krieger, doch auch Streitbeile und Blankwaffen wie Säbel oder Dolche kamen zum Einsatz. Prachtvolle Schilde dienten zum Schutz.
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