|
|

 |
Im Kunstschaffen der Osmanen vereinigten sich anatolische Traditionen mit Einflüssen der antiken, byzantinischen und persischen Kunst. Es entstand ein neuer Stil von unverwechselbarer Eigenart. Viele Sultane waren begeisterte Förderer der Kunst. Daher existierten im Topkapı-Palast höfische Werkstätten der verschiedensten Kunstrichtungen (z.B. Metall- und Textilkunst, Kalligrafie, Malerei). Auch die städtische, in Zünften organisierte "Kunstindustrie“ florierte. Deren Zentren waren Istanbul, Bursa und Isznik. Die Kunsthandwerker produzierten Luxusgüter, wie Seide und Schmuck, und verschönerten Alltags- und Gebrauchsgegenstände, z.B. Gefäße, Mobiliar oder Waffen mit kunstvollen und kostbaren Verzierungen. Dabei legten sie besonderen Wert auf das Zusammenwirken von Funktionalität und Ästhetik.
Geschmack und Bedarf des Sultanshofes ließen den osmanischen Hofstil entstehen. Dessen Hauptthema war die Ornamentik. Als Dekormotive bevorzugte man stilisierte Blumen (Rosen, Tulpen, Nelken, Pfingstrosen) und Blattranken (Arabesken). Diese wurden, vielfach kombiniert und variiert, zu komplizierten Ornamentsystemen gestaltet. Dabei machten Detailreichtum und schier unerschöpfliche Fantasie die Originalität der osmanischen Kunst aus.
|
 |
|
|
|
|
 |
Exponate:
|
Themen:
|
|
|
 |