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Das sog. Bilderverbot war der Grund für die allgemeine Ablehnung figürlicher Darstellungen in der islamischen Kunst. Ein solches war zwar im Koran nicht ausdrücklich formuliert, ließ sich aber aus den Hadith-Sammlungen, den "Überlieferungen“ aus dem Leben des Propheten Muhammad, ableiten. Man war überzeugt, dass sich die göttliche Wahrheit der Wahrnehmung durch das Auge entzog. Demzufolge konnte sie auch in den Werken der bildenden Kunst nicht enthalten sein. Auch galt die Wiedergabe von Lebewesen als Gotteslästerung, da sie dem Schöpfungsakt gleichkam, welcher einzig Allah zustand.
Im profanen Bereich allerdings fand das "Bilderverbot" keine strenge Beachtung. Daher entwickelte sich in der Hofkunst unter dem Mäzenat des Sultans die Buch- bzw. Miniaturmalerei. Ihre Lieblingsthemen waren historisch-politischer Natur und dienten der Verherrlichung des Padischahs und des Osmanenregimes. Man zeigte den Sultan und seinen Hofstaat bei Audienzen oder glanzvollen Feierlichkeiten. Auch in seiner Funktion als Heerführer wurde er dargestellt, die Feldzüge der ruhmreichen Armee anführend oder inmitten einer Schlacht- oder Belagerungsszene. Auch die Porträtmalerei widmete sich vorwiegend dem Herrscherbildnis.
Der Stil der osmanischen Malerei ist formelhaft und wenig realistisch, meidet gar perspektivisch-illusionistische Effekte. Dennoch beeindruckt die Bildkunst durch ihre farbenfrohe Heiterkeit und Ausdrucksstärke.
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